Autor: Sana Brauner am 02. Okt 2009 Mit dem Kauf von FAIRTRADE-Produkten können Konsumenten ihren Beitrag zu einer nachhaltigen und fairen Entwicklung unserer Welt leisten. Denn das Fairtrade-Gütesiegel steht für sozial gerecht produzierte Lebensmittel und fördert das Wohlergehen und die Gesundheit der Menschen, die auf dem Land arbeiten und leben - mittlerweile profitieren 746 Kooperativen in Asien, Afrika und Lateinamerika vom FAIRTRADE-System.
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Da bereits viele kleinere Läden als auch Supermärkte eine große Auswahl an Fairtrade-Produken führen, braucht man als Konsument nur mehr bewusst den entsprechenden Griff im Regal zu tätigen – allein in Österreich gibt es über 400 Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel.
Tag des Kaffees
Der gerade stattgefundene Tag des Kaffees (am 1. Oktober) ist eine gute Gelegenheit, um uns wieder den Genuss am Kauf von Fairtrade-Produken zu vermitteln. Ist doch Kaffee noch dazu eines der beliebtesten Genussmittel überhaupt.
Von der steigenden Beliebtheit von fair gehandeltem Kaffee profitieren die Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperativen in den sogenannten Entwicklungsländern, die so zu stabilen Preisen direkt verkaufen können, ohne von den Preisschwankungen am Weltmarkt betroffen zu werden oder von Zwischenhändlern abhängig zu sein.
Kaffee mit dem Fairtrade-Zeichen gibt es in unterschiedlichen Spezialitäten von mild, über Espresso, sowie auch gemahlen, als ganze Bohne oder Instant.
Im Online-Gastrofinder auf www.fairtrade.at sind mehr als 260 österreichische Gastronomiebetriebe registriert, die mit den feinsten Kaffeemischungen von Fairtrade-Lizenzpartnerfirmen bewirten.
Kaffee als Heilmittel
Der Begriff "Kaffee" kommt aus dem Arabischen und bezieht sich auf die Landschaft Kaffa im Südwesten von Äthiopien, wo der Kaffeebaum seit jeher gedieh. Nach Anbaugebieten differenziert, wird zwischen coffea arabica (Äthiopien), coffea liberalica (Liberia) und coffea stenophylla (Sierra Leone) unterschieden. Coffea arabica wird heute nahezu in allen tropischen und subtropischen Gebieten angepflanzt, insbesondere in Südbrasilien.
Nach historischen Aufzeichnungen drang der Kaffee von der arabischen Halbinsel nach Persien vor. Schriften des persischen Arztes Al-Razi belegen, dass ungeröstete Bohnen um 900 n. Chr. Als medizinisches Heilmittel eingesetzt wurden.
Die positive Wirkung des Koffeins wurde erstmals in der Schrift "Kanon der Medizin" vom persischen Arzt und Philosoph Avicenna um 1015 dokumentiert. Der Durchbruch zum Genussmittel erfolgte um 1510 in Ägypten. 1554 etablierte sich das Kaffeetrinken mit dem Entstehen der ersten Kaffeehäuser in den Handelsstätten Damaskus und Aleppo (Nordsyrien).
In Europa entstanden die ersten Kaffeehäuser Mitte des 17. Jh.:
1647 Venedig, 1652 London, 1660 Paris und 1677 Hamburg. Ach Jahre danach öffnete in Wien das erste Kaffeehaus.
Kaffee im Welthandel
Kaffee ist eines der bedeutendsten internationalen Handelsprodukte und steht in der Rangliste der Weltwirtschaftsgüter an zweiter Stelle nur knapp hinter Erdöl. Die Entwicklung des Kaffee-Welthandels ist von einer starken Dynamik geprägt. Folgende Daten veranschaulichen dies:
Jahr Welthandel (Kaffeesack á 60 kg)
1750 600.000
1850 4.000.000
1950 31.000.000
2000 116.100.000
2008 120.000.000
European Fair Trade Association
FAIRTRADE International Media
Trans Fair Germany
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