Autor: Sana Brauner am 19. Apr 2008 Die Sommerspiele in Peking könnten die profitabelsten seit Beginn der Olympischen Spiele werden. Ebenso erwarten sich Sportbekleidungshersteller durch die Euro 2008 massive Gewinne. Keine Gewinne haben die ArbeiterInnen, die weltweit Sportbekleidung und Merchandising-Artikel für Olympia und Euro 2008 produzieren, zu erwarten. Im Gegenteil, die ArbeiterInnen, die Sportbekleidung und Merchandising-Artikel für die sportlichen Großevents herstellen, kommen durch die nahenden Sportevents noch mehr unter Druck, wie der Play Fair 2008 Report zeigt: „Wir sind so erschöpft, weil wir versuchen, die Olympia-Taschen rechtzeitig fertig zu bekommen! Wir arbeiten alle bis spät abends. Und am nächsten Tag sind wir trotzdem um 7:30 Uhr wieder bei der Arbeit! Was ist das denn für ein Leben? Zur Hölle mit den Olympia-Sachen“, beschreibt eine Arbeiterin der chinesischen Fabrik Eagle Leather Products ihren Alltag. Trotz dieses Arbeitspensums bekommen die ArbeiterInnen, die diese Taschen herstellen, nur 2,4 Euro am Tag. Zu wenig, um ein menschenwürdiges Leben führen zu können. |
Sportinstitutionen, wie das Internationale Olympische Komitee (IOC), die durch Sponsoren und Lizenzverträge großen Einfluss haben, sollten deutlich mehr Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der Branche zeigen. „Das IOC sollte nicht nur gegen den unfairen Wettkampf im Sport auftreten, sondern sich auch für mehr Fairness für die Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzen.“, fordert Vera Lischka Ex-Schwimmeuropameisterin, die sich für Play Fair 2008 engagiert.
Die Kampagne Play Fair 2008 tritt gegen die weltweite Ausbeutung von ArbeiterInnen in der Sportbekleidungsindustrie auf und fordert Sportinstitutionen wie das Internationale Olympische Komitee und alle Unternehmen auf, sofortige Schritte für die Verbesserung der Lage der ArbeiterInnen zu setzen.
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