Autor: Irmgard Brottrager am 02. Jul 2011 Für Gärten nach Europäischem Fengshui gibt es keinen strengen Regeln. Erlaubt ist, was die Persönlichkeit unterstreicht. Wie zeigt sich Feng-Shui bei der Gartengestaltung? Es muss nicht unbedingt ein ruhiger Zen-Garten sein, denn das Wichtigste ist, dass die Grün-Anlage zu Ihrem persönlichen Charakter, Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben passt! © Bild: Thomas Quine |
Der Begriff Geomantie ist inzwischen fast untrennbar mit dem Wünschelrutengehen verbunden, während „Feng Shui“ mit den typischen Accessoires in Zusammenhang gebracht wird, die dazu dienen sollen, das Leben schöner, glücklicher, erfolgreicher und gesünder zu machen. Erst neulich wurde ich wieder gefragt, welche Deko-Elemente ich für den Garten empfehlen würde, damit die Pflanzen schön grünen. Sie können alles verwenden, was Ihnen gefällt und was den Pflanzen gefällt! Aber wozu braucht man dann eine/n Feng-Shui-Berater/in? „Europäisches Fengshui“ ist eine Do-it-yourself-Methode, am besten Sie lesen das gleichnamige Buch und probieren es selber aus!
Die Vorstellungen, was Feng-Shui ist und kann, sind sehr verschieden
Aus der Sicht des Europäischen Fengshui gibt es daher keine schnelle Antwort auf die eingangs erwähnte Frage im dem Sinne, dass Glaskugeln als Gartendeko besser wären als spiralförmige Metallspieße oder dergleichen. Um herauszufinden, ob eine runde Form hilfreicher ist als eine Wellenform müsste man zuerst den Charaktertyp des/der Fragestellers/in analysieren, was anhand des „geomantischen Lebensrades“ möglich ist. Füllige Menschen bevorzugen meist rundliche und stabile Formen, daher könnte es z.B. als energetische „Diätmaßnahme“ Sinn machen, die voluminösen Elemente in Haus und Garten mal wegzuräumen und zu sehen, was das psychisch bewirkt. Filigrane Stabkonstruktionen, Wände aus Papier und reduzierte Einrichtungen, wie JapanerInnen sie gerne verwenden, sind nicht jedem sympathisch!
Der unterschiedlichen Nachfrage am Markt steht eine entsprechendes Angebot gegenüber, zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel. „Europäisches Fengshui“ ist eine Methode westlichen Ursprungs, die den Menschen helfen will, sich selbst im Raum wiederzuerkennen und ihn bewusst der eigenen Persönlichkeit entsprechend zu gestalten. Die Räumlichkeiten sollten ideal zu den eigenen Anlagen passen und diese unterstützen. Wichtig ist hierbei, dass man sich von der eigenen Wahrnehmung leiten lässt und ein Gefühl dafür entwickelt, was einem gut tut und was nicht. Ob Vogelhäuschen oder Wasserbecken, Hängematte oder Partybeleuchtung, Buddha-Statue oder Korbsessel, Eisen-Laterne oder Windspiel - der eigenen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Japanische Steingärten oder Zen-Gärten sind sehr einfach angelegt, um den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, die Entspannung und Konzentration zu fördern. Mit „leeren“ Kies- und Sandflächen wird ein Freiraum geschaffen, die der unmöblierten „Mitte“ entspricht, die jede gute Feng-Shui-Wohnung haben sollte.
aus dem Buch "Europäisches Fengshui"
von Arch. Dipl.Ing. Irmgard Brottrager * Architektur, Mensch + Bewusstsein
Bezug siehe Buchtipps
| IN UNSEREM SHOP Europäisches Fengshui: Das westliche Equivalent zum chinesischen Fengshui Autor: Irmgard Brottrager |
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