Autor: Maria Neuberger-Schmidt am 17. Nov 2010 Mama ist beruflich viel unterwegs und freut sich jedes Mal, ihren 3-jährigen Lukas wiederzusehen. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn er kein Interesse an ihr zu haben scheint.
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Papa steht bei ihm höher im Kurs. Aus Sicht der Mutter deshalb, weil er ihm alles erlaubt. Auch Mamas begründete Verbote werden von Papa häufig ignoriert. Enttäuschung und Wut ihrem Partner gegenüber sind verständlich.
Konkurrenzkampf
Anscheinend hat sich zwischen den beiden ein Konkurrenzkampf eingeschlichen, nach dem Motto: „So wie ich es mache, ist es richtig!“, auf dem Rücken des Kindes. Das belastet die Beziehung. Fehlende Liebe und Anerkennung werden vom Kind geholt. Damit wird es zum Partnerersatz und gerät in Loyalitätskonflikte.
Elternbeziehung als Fundament
Die gute elterliche Beziehung, geprägt von Liebe und Respekt ist die wichtigste pädagogische Maßnahme. In grundsätzlichen Erziehungsfragen sollte Übereinstimmung herrschen, Meinungsverschiedenheiten müssen ausdiskutiert werden, in einer Atmosphäre der Wertschätzung, in der jeder alles sagen kann und ernst genommen wird. Sind grundsätzliche Absprachen erfolgt und die Vertrauensbasis wieder hergestellt, gelten die Regeln des Partners, der gerade die Betreuung übernimmt. Kinder können akzeptieren, dass Mama und Papa unterschiedliche Grenzen und Verhaltensweisen haben.
Nicht um die Gunst des Kindes buhlen
Dieser Vater dürfte seine Qualitäten haben, denn Zuneigung hat ihre Wurzeln. Allerdings scheint sein Verhalten tatsächlich unangemessen. „Mach nur ruhig, auch wenn es die Mama verboten hat“ ist kontraproduktiv und ein Zeichen von Unreife. Das schadet dem Kind und der Beziehung. Wenn das Kind die Konkurrenz der Eltern spürt, so richtet es naturgemäß die Sache nach seinem Vorteil, sucht den leichteren Weg und spielt die Eltern gegeneinander aus. Gelegentliche Ablehnung seitens des Kindes müssen Eltern aushalten, ohne beleidigt zu sein, ohne „Retourkutschen“, ohne Seitenhiebe, jedoch verständnisvoll und authentisch.
Wenn das Gespräch zwischen den Eltern in Wertschätzung nicht mehr möglich ist, so brauchen sie unbedingt einen Mediator oder Therapeuten, der auf die jeweilige Gefühlsebene einzugehen weiß. Dann erst ist der Weg frei für vernünftige Gespräche. Der Gewinn: gelöste Konflikte stärken die Partnerschaft.
Leider passiert es immer wieder, dass Eltern sich der Kinder wegen trennen, obwohl sie nur Auslöser, niemals Ursache für ihre Konflikte sind. Ist das nicht schade?
Mag.Maria Neuberger-Schmidt, www.elternwerkstatt.at, Tel.: 01/66 22 006
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggenAutor: Roland Grün am 2010-11-29 07:22:40
ein sehr vergnügliches Spiel nach der Scheidung, das Kind gerät zwischen die Fronten, es weiß nicht so recht, hat es jetzt die Mama mehr lieb oder den Papa, die Mama erzählt ganz schlmme Geschichten über Papa, also wenn das stimmt hab ich ihn nicht mehr lieb und will ihn nicht mehr sehen ..
so geht es Kindern aus gescheiterten Beziehungen, weil Erwachsene mit ihren Konflikten nicht umgehen können, wie soll sich das Kind da auskennen
wer um Himmels willen weiß da Rat
einen schönen, konfliktfreien Tag in Harmonie
wünscht
Roland Grün
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