Autor: Maria Neuberger-Schmidt am 13. Mai 2011 Im Bemühen, es allen Kindern recht zu machen, werden Eltern manchmal ganz schön vor den Karren geschwisterlicher Eifersucht gespannt und durch das unschuldige, aber geschickte Erzeugen von Schuldgefühlen von ihren Kindern manipuliert.
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Liebe und Gerechtigkeit
Im Bemühen, es allen Kindern recht zu machen, werden Eltern manchmal ganz schön vor den Karren geschwisterlicher Eifersucht gespannt und durch das unschuldige, aber geschickte Erzeugen von Schuldgefühlen von ihren Kindern manipuliert.
Sich nicht in den Karren geschwisterlicher Eifersucht spannen lassen, ist ein erster wichtiger Schritt.
Wenn Sie aufhören, sich zu rechtfertigen und stattdessen auf die Gefühle Ihrer Kinder eingehen, schaffen Sie den Ausstieg aus dem Teufelskreis: Spüre die Not deines Kindes! Ist es frustriert, enttäuscht, fühlt es sich übergangen? Oder will es mich für seine Interessen gewinnen und Vorteile herausholen? Sind ihm Einwände und Notwendigkeiten egal?
Wertwertig - aber nicht im Gießkannensystem
Lassen Sie Eifersüchteleien erst gar nicht aufkommen, indem Sie wertschätzend informieren: "Dein Bruder braucht wieder eine neue Hose, weil sie schon kaputt ist. Du aber hast gut darauf aufgepasst. Ich kann aber nicht jedes Mal eine Doppelgarnitur kaufen. Kannst du das einsehen? Fühlst du dich benachteiligt?" Kindern ist es vor allem wichtig, nicht übergangen zu werden und dass sie spüren, dass ihre Bemühungen und Achtsamkeit nicht als Selbstverständlichkeit abgetan wird. Emotionen und Einwände müssen ernst genommen werden, wobei Sie Ihre Kinder nicht früh genug in Problemlösungen einbeziehen können.
Nicht gleich, sondern individuell behandeln
Auch bei der elterlichen Liebe und Aufmerksamkeit gibt es keine Gleichheit. So wie jedes Kind verschieden ist, so sind auch unsere Affinitäten und Reaktionen verschieden. Würdigen Sie die Individualität jedes Kindes: "Du bist meine liebe kleine Schmusekatze und du bist mein süßer kleiner Brausewind" (liebevoll charakterisieren, aber nicht abstempeln). Beschreiben Sie die Stärken des Kindes und geben Sie individuelle Aufgaben: lassen Sie Ihren kleinen Egoisten teilen und anbieten, geben Sie der Schlampigen kleine Gelegenheiten, Ordnung zu machen. Sollten Sie ehrlich merken, dass Sie ein Kind bevorzugen, an einem anderen öfter herumhacken oder eine innerliche Abneigung empfinden, dann suchen Sie einen Berater auf, der Ihnen hilft, Ihre eigenen negativen Gefühle anzunehmen und so damit umzugehen, dass Sie keinen Schaden anrichten.
Großherzigkeit zumuten
Ihr Motto könnte lauten: "Ich will euch zu Fairness und Großzügigkeit und nicht zu kleinlichen Egoisten erziehen. Daher mute ich es euch zu, dass ihr es aushaltet, wenn einer einmal einen Vorteil hat und der andere nicht, ohne vor Neid zu erblassen".
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