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Erfahrungen mit dem Novum Verlag

Autor: Rotraud Söllinger-Letzbor am 16. Mär 2009
Ich suchte nach einem Verlag, um mein vor einem Jahr herausgebrachtes Buch zu veröffentlichen. Die Informations- und Werbeunterlagen des Novum Verlags klangen für mich seriös und so entschied ich mich bei diesem Verlag das Buch drucken zu lassen. Doch aufgrund meiner bis heute gemachten Erfahrungen, würde ich  diesen Schritt auf keinen Fall weiter empfehlen.
 

Mein "Kostenbeitrag" für die Drucklegung belief sich auf 3 mal 1.716,-  Euro für 3000 Exemplare.
Bei Nachfragen in div. Buchhandlungen, warum sie kein Exemplar auf Lager nehmen, war die Antwort stets:
Man kennt das Buch nicht. Es gäbe für diesen Verlag keinen Verlagsvertreter, der es vorgelegt hätte. Beim Nachschlagen im Gesamtbranchenverzeichnis erscheine das Buch als im Eigenverlag erschienen. Und Eigenverlagsbücher würden nicht in das Sortiment von Buchhandlungen aufgenommen, jedoch auf Wunsch bestellt.

Auf meine diesbezügliche Anfrage im Novumverlag gab es die lapidare Antwort: Nein, ihr Buch erschien in unserem Verlag und nicht im Eigenverlag.
Da steht nun Aussage gegen Aussage, die von mir nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden kann.
 
Die Bücher lagern also ausschließlich im Novumverlag! Wie gelangt also die Kenntnis, dass es dieses Buch überhaupt gibt, an eventuell interessierte Käufer?
 
1  Der Verlag präsentiert sich auf Buchmessen. Dort liegt mein Buch auch auf. Eines unter Hunderttausenden!
Wenn ich als Autor diese Buchmesse besuchen will, muss ich alle Kosten (Fahrt, Unterkunft, sogar Eintritt in die Messehalle) selbst bezahlen.
Ich habe dem Verlag mehrmals wissen lassen, dass ich an einer Buchvorstellung/Lesung im Rahmen einer Messe interessiert wäre. Als Schauspielerin, Professorin und geübte Vortragende hätte ich alle Voraussetzungen dafür. Der Verlag reagiert darauf mit keinem Wort.
 
2  Die Verlagsagentur Klinger, Hörzingerstr. 62, 4020 Linz versteht sich als Verlagsvertretung des Novum- Verlages. Die Linzer Buchhandlungen wurden von dieser Agentur nicht vom Erscheinen meines Buches unterrichtet. Dasselbe weiß ich von Buchhandlungen in
Klagenfurt und Villach, München, Innsbruck, Bad Goisern, Wien. Überall dort, wo Interessierte mein Buch bestellen wollten, mussten die
Buchhändler erst Nachforschungen anstellen. Und: Nicht immer und überall ging dann der Versand vom Verlag zur Buchhandlung in der zu erwartenden Schnelligkeit.
Ich wohne selbst in Linz, habe von der Agentur aber erst bei der ersten Jahresabrechnung Ende Februar erfahren.
Erst zu diesem Zeitpunkt erhielt ich mit gleicher Post zum ersten Mal die Verlagszeitschrift:
Im Februar 2009 wurde mir die Zeitschrift vom Frühjahr 2008 über die Novitäten des Novumverlages zugeschickt. Darin  befand sich auch mein Buch, erschienen 02/o8. Aber: Es erscheint dort mit einem anderen Titelblatt und mit einer nicht von mir autorisierten Legende.
 
3  Der Verlag empfiehlt den Autoren Buchpräsentationen und Autorenlesungen. Selbst initiiert er keine! Alle Arbeiten und anfallende Kosten liegen beim Autor. Die vom Verlag zur Verfügung gestellten Plakate und Einladungskarten sind vom Autor zu bezahlen. Auch die Bücher, die für die Präsentation oder Lesung benötigt werden, hat der Autor umgehend zu bezahlen, wiewohl nicht absehbar ist, ob und wie viele Bücher tatsächlich verkauft werden.
 
Ich habe einige Lesungen veranstaltet  und die im Erscheinungsjahr verkauften Bücher gehen allesamt auf dieses, mein Engagement, meinen Arbeitseinsatz, meine finanzielle Vorfinanzierung und - insbesondere auf mein Fachkönnen hinsichtlich Rezitationstechnik, Rhetorik und Diskussionsleitung zurück.Die Leistung des Verlages beschränkten sich auf das Kassieren der Rechnung und den Versand der Bücher. Und selbst da kam es vor, das bestellte Bücher nicht, zu spät oder an falsche Adressen versandt wurden. Fazit: Ich konnte den kaufwilligen Zuhörern keine Bücher aushändigen und musste die potentiellen Käufer bitten, das Buch über eine Buchhandlung zu bestellen.
 
Auf diese Weise wurden im Erscheinungsjahr mickrige 258 Bücher verkauft.
Dem Verlag kann das anscheinend egal sein. Er hat ja Geld bekommen:
3mal 1.716,- Euro von der Autorin als Druckkostenbeitrag und 90% des Erlöses aus dem Buchverkauf.
 
Für die Autorin sieht dies anders aus: Außer Spesen, Arbeit und Ärger mit dem Verlag ein großes Verlustgeschäft!!!
 
Ich habe mich entschlossen, meine Erfahrungen zu veröffentlichen, um andere potentielle Autoren vor diesem Verlag zu warnen.
Da dies mein 18. Buch ist, das verlegt wurde, kann ich Vergleiche ziehen. Und ich muss leider sagen:
Der Slogan des Verlages ist eine große Lüge! Er lautet so schön versprechend:    "Wir haben ein Herz für Autoren"
Da hat man wohl das "k"  vor dem "ein" vergessen!
Schade!
 
Rotraud Söllinger- Letzbor

Die Stellungnahme des Novum-Verlag-Programmleiters, Manfred Kantor, zu den oben genannten Vorwürfen bringen wir hier originalgetreu:
 

 
Generell stelle ich einmal klar, dass es sich bei der novum publishing gmbh um einen Dienstleistungsverlag handelt, der sich von seinem Angebot naturgemäß deutlich von einem klassischen Publikumsverlag unterscheidet. Wir stehen für Transparenz und führen auch auf unserer Website klar an, dass wir mittels unterschiedlicher Kostenbeteiligungsmodelle den Autoren ein professionelles Buchprojekt anbieten. Wenn Frau Söllinger-Letzbor nun davon schreibt, dass sie davor schon 17 Bücher veröffentlicht hat, dann kann dies durchaus auch bei Publikumsverlagen der Fall gewesen sein, wo ihre Erfahrungen natürlich gänzlich andere gewesen sein können. Das liegt dann natürlich in der Natur der Sache!

 
Faktum ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Frau Söllinger-Letzbor auf einen von beiden Vertragspartnern unterzeichneten Verlagsvertrag mit Ausstellungsdatum 21.02.2007 zurückzuführen ist. Unserer Ansicht nach haben wir auch jedes Detail dieses Verlagsvertrages ordnungsgemäß erfüllt – was letztendlich sicherlich auch nachweisbar sein wird! Welche konkreten und haltbaren Vorwürfe Frau Söllinger-Letzbor nun erhebt, entzieht sich also gänzlich unserer Kenntnis. Auf die in Ihrem Schreiben geäußerten Vorwürfe gehe ich im Folgenden gerne ein:
 
Gleich im ersten Satz nach der Einleitung befindet sich die erste Fehlinformation:
 
Mein "Kostenbeitrag" für die Drucklegung belief sich auf 3 mal 1.716,-  Euro für 3000 Exemplare.
 
Die Höhe des Kostenbeitrages stimmt ja noch. Dieser Kostenbeitrag ist jedoch nicht für eine fixe Auflage von 3.000 Exemplaren vorgesehen, sondern damit werden rund 50 z. T. sehr aufwändige Dienstleistungen unsererseits abgedeckt, wie z. B. Korrektorat, Lektorat, Layout, Buchcover, Pressearbeit uvm. Der Druck der Bücher in jeweils benötigter Stückzahl ist lediglich eine dieser 50 Dienstleistungen. Der entsprechende Passus im Verlagsvertrag lautet wie folgt:
 
 "§ 11
Der Verleger garantiert eine Lieferbarkeit des Werkes von mindestens 10 Jahren. Danach endet dieser Vertrag und alle Rechte gehen auf den Verfasser zurück."
 
Zu den weiteren Vorwürfen von Frau Söllinger-Letzbor:
 
Bei Nachfragen in div. Buchhandlungen, warum sie kein Exemplar auf Lager nehmen, war die Antwort stets:
Man kennt das Buch nicht. Es gäbe für diesen Verlag keinen Verlagsvertreter, der es vorgelegt hätte.
 (…)
2  Die Verlagsagentur Klinger, Hörzingerstr. 62, 4020 Linz versteht sich als Verlagsvertretung des Novum- Verlages. Die Linzer Buchhandlungen wurden von dieser Agentur nicht vom Erscheinen meines Buches unterrichtet. Dasselbe weiß ich von Buchhandlungen in
Klagenfurt und Villach, München, Innsbruck, Bad Goisern, Wien. Überall dort, wo Interessierte mein Buch bestellen wollten, mussten die
Buchhändler erst Nachforschungen anstellen. Und: Nicht immer und überall ging dann der Versand vom Verlag zur Buchhandlung in der zu erwartenden Schnelligkeit.
Ich wohne selbst in Linz, habe von der Agentur aber erst bei der ersten Jahresabrechnung Ende Februar erfahren.
 
Unser Buchhandelsvertreter ist nachweislich die Verlagsagentur Joachim Klinger aus Linz. Mit welchen Mitarbeitern in welchen Buchhandlungen Frau Söllinger-Letzbor gesprochen hat entzieht sich unserer Kenntnis, daher können wir diese Aussage keinesfalls verifizieren.
 
Unsere Bücher sind selbstverständlich im VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) gelistet und können dort von jeder Buchhandlung jederzeit bestellt werden. Wir können natürlich keine Buchhandlung dazu zwingen, dass diese Bücher von uns "auf Lager"nimmt. Wobei dies natürlich immer wieder auch der Fall ist. Aussagen von einzelnen Buchhändlern, wie von Frau Söllinger-Letzbor angedeutet, sind daher als sehr relativ zu betrachten.
 
Beim Nachschlagen im Gesamtbranchenverzeichnis erscheine das Buch als im Eigenverlag erschienen. Und Eigenverlagsbücher würden nicht in das Sortiment von Buchhandlungen aufgenommen, jedoch auf Wunsch bestellt.
 
Im Verlagsvertrag heißt es:

 "§ 1
 Der Verfasser überträgt dem Verleger das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung des Werkes „Die geführte Hand“ (Arbeits­titel)."
 
Die Rechte an dem Werk liegen also bei unserem Verlagshaus. Frau Söllinger-Letzbor hat das Buch also nicht im Eigenverlag veröffentlicht.
 
1  Der Verlag präsentiert sich auf Buchmessen. Dort liegt mein Buch auch auf. Eines unter Hunderttausenden!
 
Willkommen am deutschsprachigen Buchmarkt! Allein im deutschsprachigen Bereich gibt es jedes Jahr an die 100.000 Neuerscheinungen. Welche konkrete Präsentation Ihres Werkes erwartet sich Frau Söllinger-Letzbor beispielsweise auf der größten Buchmesse – der Buchmesse in Frankfurt? Selbstredend ist ihr Werk dort "eines unter Hunderttausenden".
 
Wenn ich als Autor diese Buchmesse besuchen will, muss ich alle Kosten (Fahrt, Unterkunft, sogar Eintritt in die Messehalle) selbst bezahlen.
 
Dies wurde von uns auch niemals anders kommuniziert und war auch nie Vertragsbestandteil. Welchen konkreten Vorwurf macht uns Frau Söllinger-Letzbor also hier? Wenn Sie sich gewisse Dinge erwartet, die vertraglich und auch mündlich niemals zugesagt wurden, was kann dann unser Verlagshaus dafür? Denken Sie bitte an die Vielzahl unserer VerlagsautorInnen und die exorbitanten Kosten, die uns eine derartige Vorgehensweise verursachen würde. Natürlich wäre dies kalkulationstechnisch möglich. Dann wäre aber auch der Produktionskostenzuschuss dementsprechend höher gewesen und dies wäre Frau Söllinger-Letzbor letztendlich vermutlich auch nicht recht gewesen.
 
Ich habe dem Verlag mehrmals wissen lassen, dass ich an einer Buchvorstellung/Lesung im Rahmen einer Messe interessiert wäre. Als Schauspielerin, Professorin und geübte Vortragende hätte ich alle Voraussetzungen dafür. Der Verlag reagiert darauf mit keinem Wort.
 
Eine Nichtreaktion unserer MitarbeiterInnen kann ich mir hier beim besten Willen nicht vorstellen, aber sei's drum: Wir haben natürlich viel mehr Autoren, die Interesse an Lesungen bekunden, als Leseplätze, die wir von den jeweiligen Messeveranstaltern zugeteilt bekommen. Hier obliegt die Auswahl dem Verlagshaus. Wir haben Frau Söllinger-Letzbor niemals zugesagt, dass Sie auf einer Messe auch eine Lesung abhalten wird können. Dies war ebenfalls niemals ein Vertragsbestandteil. Auch dieser Vorwurf entbehrt also nachweislich jeglicher Grundlage.
 
Erst zu diesem Zeitpunkt erhielt ich mit gleicher Post zum ersten Mal die Verlagszeitschrift:
Im Februar 2009 wurde mir die Zeitschrift vom Frühjahr 2008 über die Novitäten des Novumverlages zugeschickt. Darin  befand sich auch mein Buch, erschienen 02/o8. Aber: Es erscheint dort mit einem anderen Titelblatt und mit einer nicht von mir autorisierten Legende.
 
Auch dieser Umstand ist ganz leicht und logisch erklärbar: Unsere Neuerscheinungskataloge entstehen aus Werbegründen natürlich schon lange Zeit vor der endgültigen Bucherscheinung. So sind diese beispielsweise auch die Basis für unseren Buchhandelsvertreter. Teilweise erfolgen die einzelnen Einträge unserer Verlagspublikationen notgedrungen schon relativ früh im Herstellungsprozess – oftmals steht also das endgültige Cover und auch der endgültige Werbetext noch nicht fest. Dies betrifft also nicht nur das Buch von Frau Söllinger-Letzbor und auch nicht nur unser Verlagshaus. Generell unterteilt sich der Buchmarkt in ein Frühjahrs- und ein Herbstprogramm, schon dadurch ergeben sich größere Zeitsprünge.
 
3  Der Verlag empfiehlt den Autoren Buchpräsentationen und Autorenlesungen. Selbst initiiert er keine! Alle Arbeiten und anfallende Kosten liegen beim Autor. Die vom Verlag zur Verfügung gestellten Plakate und Einladungskarten sind vom Autor zu bezahlen. Auch die Bücher, die für die Präsentation oder Lesung benötigt werden, hat der Autor umgehend zu bezahlen, wiewohl nicht absehbar ist, ob und wie viele Bücher tatsächlich verkauft werden.
 
Zur Wiederholung: Wir sind ein Dienstleistungsverlag und haben weder mündlich noch vertraglich auch nur eine der obigen Beanstandungen zugesagt. Wenn sich Frau Söllinger-Letzbor hier fälschlicher Weise etwas anderes erwartet hat, dann kann Sie uns nicht dafür verantwortlich machen. Sie ist scheinbar in vielen Bereichen von gänzlich falschen Voraussetzungen ausgegangen. Ihre Vorstellungen oder Wünsche beruhen jedenfalls auf keinerlei Vereinbarung oder Zusage. Was ist uns hier also wieder fundiert vorzuwerfen?
 
Ich habe einige Lesungen veranstaltet  und die im Erscheinungsjahr verkauften Bücher gehen allesamt auf dieses, mein Engagement, meinen Arbeitseinsatz, meine finanzielle Vorfinanzierung und - insbesondere auf mein Fachkönnen hinsichtlich Rezitationstechnik, Rhetorik und Diskussionsleitung zurück.Die Leistung des Verlages beschränkten sich auf das Kassieren der Rechnung und den Versand der Bücher. Und selbst da kam es vor, das bestellte Bücher nicht, zu spät oder an falsche Adressen versandt wurden. Fazit: Ich konnte den kaufwilligen Zuhörern keine Bücher aushändigen und musste die potentiellen Käufer bitten, das Buch über eine Buchhandlung zu bestellen.
 
Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass auch unsere VerlagsautorInnen aus einem Eigeninteresse heraus aktiv bei der Buchvermarktung mithelfen. Wir freuen uns sehr über das "Fachkönnen" von Frau Söllinger-Letzbor, das hat ihr vermutlich den Buchverkauf entscheidend erleichtert. Auch wir sind natürlich auf Post- und Paketdienste angewiesen, können daher den exakten Liefertermin natürlich nicht immer exakt beeinflussen. Ob nun im Einzelfall auch ein kleineres Missverständnis unsererseits dabei war, kann ich ohne weitere Verifikation nun nicht beurteilen und möchte ich auch gar nicht ganz ausschließen. Aber auch hier stellen wir sicherlich keine Ausnahme dar. Eventuell ist Frau Söllinger-Letzbor auch nicht immer ganz fehlerfrei in ihrem Leben gewesen. Dies entzieht sich allerdings gänzlich meiner Kenntnis!
 
Auf diese Weise wurden im Erscheinungsjahr mickrige 258 Bücher verkauft.
 
Wir haben niemals eine Erfolgsgarantie ab- oder eine garantierte Verkaufszahl angegeben. Diese Entscheidung trifft letztendlich die Leserin/der Leser selbst. Wir haben jedenfalls unsererseits sämtliche Dienstleistungen exakt erfüllt. Diese – natürlich auch für uns sehr enttäuschende (schließlich verdienen wir ja auch am Buchverkauf mit ) – Verkaufszahl ist also keinesfalls auf ein Fehlverhalten unsererseits zurückzuführen.
 
Dem Verlag kann das anscheinend egal sein. Er hat ja Geld bekommen:
 
Ist es uns natürlich keinesfalls, da ja auch wir – wie erwähnt – an jedem verkauften Buch mitverdienen. Im Gegenzug zum Produktionskostenzuschuss bieten wir ja 50 Dienstleistungen, die auch erst erbracht werden müssen. Man denke hier bloß an unseren naturgemäß enormen Personalaufwand.
 
3mal 1.716,- Euro von der Autorin als Druckkostenbeitrag und 90% des Erlöses aus dem Buchverkauf.
 
Das wäre natürlich ein Traum für uns, wenn diese Milchmädchenrechnung stimmen würde und wir pro verkauftem Buch 90 % Verkaufserlös erzielen würde. Ob dies jedoch den Buchhändlern auch so recht wäre? Bedenken Sie bitte, dass wir von 100% Ladenpreis erst einmal 10% Steuern an das Finanzamt abführen, danach erhalten die Buchhändler/Barsortimente z. T. gewaltige Rabatt, der Buchhandelsvertreter bekommt auch einige Prozente, der Autor erhält 10% Honorar – somit bleiben dem Verlag gerade noch an die 15-20% und bei weitem keine 90 %. Also eine weitere der nachweislichen Falschinformationen seitens Frau Söllinger-Letzbor.
 
Für die Autorin sieht dies anders aus: Außer Spesen, Arbeit und Ärger mit dem Verlag ein großes Verlustgeschäft!!!
 
Dafür kann uns Frau Söllinger-Letzbor natürlich nicht ernsthaft verantwortlich machen. Wir haben sämtliche unserer Leistungen ordnungsgemäß und nachweislich erfüllt. Einen Erfolg am heißerkämpften Buchmarkt haben wir ihr nie zugesagt oder versprochen, diese Entscheidung trifft – wie erwähnt die Leserin/der Leser.
 
Ich habe mich entschlossen, meine Erfahrungen zu veröffentlichen, um andere potentielle Autoren vor diesem Verlag zu warnen.
Da dies mein 18. Buch ist, das verlegt wurde, kann ich Vergleiche ziehen. Und ich muss leider sagen:
Der Slogan des Verlages ist eine große Lüge! Er lautet so schön versprechend:   "Wir haben ein Herz für Autoren"
Da hat man wohl das "k"  vor dem "ein" vergessen!
Schade!
 
Ich denke, dass ich nun jeden einzelnen der Vorwürfe von Frau Söllinger-Letzbor entkräften konnte. Von unserer Seite aus liegt nachweislich keinerlei grobes Fehlverhalten oder gar kein Vertragsbruch vor. Ein Vergleich mit anderen Buchprojekten von ihrer Seite aus – eventuell sogar mit einem klassischen Publikumsverlag – ist daher in jedem Fall unzulässig. Interessanter Weise ist uns Frau Söllinger-Letzbor im Laufe des bisherigen Buchprojektes auch noch nicht wirklich mit geäußerter Kritik begegnet – erst jetzt, als sie die Abrechnung (die natürlich auch uns nicht freudig stimmt) bekam und diese versucht sie nun ohne die Möglichkeit einer Rücksprache mit uns gleich über die Medien zu verbreiten.
 
Eine nicht auf Fakten basierende "Warnung" an andere Autoren und die Bezichtigung der "Lüge" wird von uns in dieser Form keinesfalls hingenommen werden und das werde ich Frau Söllinger-Letzbor auch mit aller Deutlichkeit mitteilen. Sofern wir Vorwürfe unserem Verlagshaus gegenüber veröffentlicht sehen und diese bar jeglicher Fakten – wie nachweislich oben angeführt – erhoben werden, werden wir mit aller rechtlichen Härte dagegen vorgehen, da wir dies als geschäfts- und rufschädigendes Verhalten ansehen, das wir definitiv nicht auf uns sitzen lassen und eventuell auch etwaige Schadenersatzklagen unsererseits nach sich ziehen werden. Dies betrifft sämtliche öffentlich gemachte Vorwürfe, die im Stile und Sinne des Schreibens von Frau Söllinger-Letzbor verfasst werden.
 
Ich werde Frau Söllinger-Letzbor diese E-Mail weiterleiten und ihr ebenfalls noch die Chance geben ihr Vorhaben einer faktenlosen Vorwurfskampagne und die möglichen weiteren Konsequenzen für Sie zu überdenken.
 
Bei Ihnen – sehr geehrte Frau Brauner – bedanke ich mich nochmals für die Möglichkeit einer Stellungnahme und hoffe, dass ich die bar jeglicher Grundlagen erhobenen Vorwürfe ausreichend entkräften konnte. Ich ersuche Sie auch um Ihr Verständnis, dass wir uns – gerade in der heutigen Zeit der Wirtschaftskrise, mit der Verantwortung für zahlreiche Arbeitsplätze – als Wirtschaftsbetrieb hier klar positionieren müssen und dies notfalls auch noch in aller Deutlichkeit und mit aller rechtlicher Härte tun werden.
 
Mit freundlichen Grüßen aus dem Blaufränkischland
 
 Manfred Kantor
 Programmleitung
 
 novum · Ein Herz für Autoren
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Die geführte Hand Autor: Rotraud Söllinger-Letzbor
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