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ERDgespräche - am 24. Mai 2011 in Wien

Autor: Sana Brauner am 22. Mai 2011
Die ERDgespräche laden die interessierte Öffentlichkeit - also dich und mich - ein, mit internationalen
Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Umweltschutz sowie Menschen, die sich auf besondere Weise in diesen Bereichen engagieren, in Dialog zu treten.

© Bild: Hofburg Vienna

Die Beiträge der SprecherInnen informieren über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Umweltschutz und geben getreu dem Motto „BOTTOM UP“ Impulse, selbst zu handeln.
Ein anschließendes Biobuffet bietet Gelegenheit zum Netzwerken und Gedankenaus-tausch und präsentiert Bioprodukte aus österreichischer Erzeugung.
Die ERDgespräche finden einmal jährlich statt.

DIE BEIDEN HAUPTZIELE DER ERDGESPRÄCHE:

1. INFORMATION & INSPIRATION:
Renommierte SprecherInnen informieren über aktuelle Entwicklungen und neue Wege zu Themen rund um Aktivismus und Umweltschutz und inspirieren – gemäß dem Motto „Bottom up!“ – selbst die Initiative zu ergreifen und zu handeln.

2. AKTIVIERUNG & NETZWERKEN:
Nach den Vorträgen unserer SprecherInnen haben unsere Gäste bei Biowein und Bio-Fingerfood die Möglichkeit zum Netzwerken – sowohl untereinander als auch mit den Vortragenden.

FINANZIERUNG:
Die ERDgespräche werden durch Subventionen, Sponsorengelder und Spenden finanziert, vorallem aber durch die helfenden Hände der Öffentlichkeit (Privatpersonen und Unternehmen, die ihre Zeit, ihr Know-how oder ihre Produkte unentgeltlich zur Verfügung stellen). Das gesamte NEONGREEN NETWORK Team arbeitet ehrenamtlich.

KOMMENTAR VON ANGIE RATTAY, GRÜNDERIN NEONGREEN NETWORK UND ERDGESPRÄCHE:
FREDA MEISSNER-BLAU & ANGIE RATTAY"Eigentlich wollte ich nur ein Event organisieren, das all die großartigen Leute unter einen Hut bringt, die ich im Zuge meines Projekts "Gebrauchsinformation für den Planeten Erde" kennenlernen durfte. Nie habe ich gedacht, dass das Projekt "ERDgespräche" in so kurzer Zeit so anwächst! (Immerhin bin ich Grafik-Designerin und nicht Eventmanagerin...) Ich merkte schnell, dass in der Zivilgesellschaft eine große Bereitschaft vorhanden ist, etwas Sinnvolles zu einem positiven Wandel beizu-tragen und genau hier wollte ich einhaken. Die Öffentlichkeit soll mit Vorträgen von Vordenkern und Aktivisten inspiriert werden, selbst aktiv zu sein! Die ERDgespräche dienen dazu, einen Austausch von Gedanken und Ideen anzuregen, denn jeder Mensch ist in der Lage einen Teil zur Veränderung beizutragen! CHANGE TOMORROW TODAY."

Die ERDgespräche bringen dieses Jahr zum vierten Mal in Folge großartige Sprecher nach Wien. Veranstaltungsort ist diesmal die Wiener Hofburg, die am 24. Mai ihre Pforten für die größte "grüne" Vortragsveranstaltung Österreichs öffnet.

DATUM: Dienstag, 24. Mai 2011
EINTRITT: EURO 10,00

VORLÄUFIGES PROGRAMM:
17.00 / 17.30 Einlass / Beginn
17.45 - 17.50 Begrüßung durch Margit oder Heinz Fischer (angefragt)
17.50 - 17.55 Schirmherrin: Freda Meissner-Blau
18.00 - 18.30 YANN ARTHUS-BERTRAND
18.35 - 19.00 GRAF ANDREAS VON BERNSTORFF
19.05 - 19.10 REPLIK: WOLFGANG KROMP

19.15 - 19.30 Pause

19.35 - 20.00 LEDUM MITEE
20.05 - 20.45 CAMERON SINCLAIR
20.50 - 21.00 NEONGREEN NETWORK: ANGIE RATTAY & TEAM
21.00 Buffet+Networking
23.30 Offizielles Ende

Zu den internationalen Vortragenden:

Yann Arthus-Bertrand / GOODPLANET

Yann Arthus-Bertrand / Foto: © Aurelie MiquelYann Arthus-Bertrand, geboren 1946 in Paris,
ist studierter Biologe. Während eines 3-jährigen
Kenya-Aufenthalts in den 1970er Jahren entdeckte er seine Leidenschaft zur Naturfotografie.
Als Heißluftballonpilot erforschte er die Erde von oben und dokumentierte seine Reise mit unzähligen Aufnahmen. 1991 gründete er Altitude, die erste Fotoagentur, die sich auf Luftaufnahmen spezialisiert hat. 1999 publizierte er seine Arbeit in der Ausstellung und dem Buch "Die Erde von oben". Das Buch wurde in 24 Sprachen übersetzt und verkaufte sich mehr als 3 Millionen Mal.
2003 rief er das Projekt "6 Billion Others" ins Leben, das die Welt aus einer humanen Perspek-tive zeigen soll. Bisher wurden weltweit mehr
als 4.000 Interviews durchgeführt. Das Projekt wurde 2009 bei der Klimakonferenz in Kopenhagen der Weltpresse vorgestellt.
2009 brachte Arthus-Bertrand mit seiner Organisation Good Planet den Film "HOME" heraus, der kostenlos auf YouTube zur Verfügung steht. HOME ist ein kräftiges Plädoyer für den Umweltschutz und ist der weltweit erste Film, der ausschließlich aus der Luft gedreht wurde.

Graf Andreas von Bernstorff / UNTERNEHMER UND AKTIVIST

Graf Andreas von Bernstorff / Foto: © BernstorffGraf Andreas von Bernstorff wurde 1942 in Gartow, Deutschland geboren.
In Freiburg und Zürich studierte er Forstwirtschaft, bis er 1967 den 6400 ha großen land- und forstwirtschaftlichen Familienbesitz übernahm.
Im Jahr 1975 vernichtete ein Waldbrand über 600 ha Wald.
Zwei Jahre später wurden eben diese Waldbrandflächen zum NEZ (Nukleares
Entsorgungszentrum, Standort Gorleben) erklärt. 1978 erhielt Bernstorff ein Kaufangebot der DWK (Deutsche Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen) für diese 600 ha Waldbrandflächen, welche zur Errichtung des NEZ gebraucht würden. Bernstorff lehnte ab.
1983 begann die Physikalisch Technische Bundesanstalt mit der Erkundung des Gorlebener Salzstocks, um die Eignung zur Endlagerung des hoch radioaktiven
Atommülls zu prüfen und versuchte, das "Nießbrauchsrecht" über alle Salzrechte
an diesem Salzstock zu erwerben. Bernstorff lehnte neuerlich ab.
Der Arbeitskreis "Endlager" erarbeitete von 2000 bis 2009 ein Gutachten
für ein alternatives Suchverfahren, um einen geeigneten Endlagerstandort
zu finden.
Die 2009 gewählte schwarz-gelbe Regierung kündigte eine Fortsetzung der
Erkundung des Gorlebener Salzstocks an. 2010 wurde ein Gesetz zur Laufzeitverlängerung, zur Enteignung der Salzrechte und Fortsetzung der Erkundung des Gorlebener Salzstocks vom Bundestag beschlossen.

Ledum Mitee
MOVEMENT FOR THE SURVIVAL OF THE OGONI PEOPLE (MOSOP)

Ledum Mitee / Foto: © MOSOP, Ledum MiteeLedum Mitee ist studierter Jurist aus Nigeria.
Seit 1995 ist er Präsident der Organisation "Movement for the survival of Ogoni people" (MOSOP). Anfang der 1990er Jahre gründete er gemeinsam mit Ken Saro Wiwa und anderen Mitstreitern MOSOP und kämpft seither für die Rechte der rund 500.000 Ogonis im ölverseuchten Nigerdelta.
1994 wurden Ken Saro Wiwa, Ledum Mitee und 15 weitere Ogoni-Aktivisten für 9 Monate festgenommen. 8 weitere Monate dauerte der Prozess gegen sie, in welchem Mitee selbst als Verteidiger auftrat. Er und 6 weitere Gefangene wurden überraschend freigesprochen, während Ken Saro Wiwa und die verbleibenden 8 Aktivisten zum Tode verurteilt und gehängt wurden.
Seither wird MOSOP von Mitee geleitet, der gleichzeitig Leiter des Niger Delta Technical Committee ist. Weltweit macht er auf die Notlage der Ogoni und die Verwicklung des Ölkonzerns Shell in die Ölverschmutzungen am Nigerdelta aufmerksam.

Cameron Sinclair / ARCHITECTURE FOR HUMANITY (AFH)

Cameron Sinclair / Foto: © Francine Daveta"Chief eternal optimist" Cameron Sinclair wurde 1973 in London geboren. Er studierte in Westminster und am University College London. Der Einstieg in die Thematik der sozialen und humanitären Architektur begann mit seiner post-graduate Arbeit, die er der nachhaltigen Bauweise von Unterkünften für New Yorker Obdachlose widmete.
1999 gründete Sinclair mit Partnerin Kate Stohr die Organisation Architecture for Humanity (AfH) und brachten das Buch "Design Like You Give A Damn: Architectural Responses to Humanitarian Crises" heraus.
2006 gewann Sinclair den TED Preis und gründete das Open Architecture Network (OAN). OAN ist das erste globale, open-source Netzwerk, das durch innovatives und nachhaltiges Design weltweit Lebensbedingungen verbessert. AfH und OAN haben ein Netzwerk von über 40.000 Experten, 60 Zweigstellen in 25 Ländern und beteiligten sich an Hilfsprojekten in Burma, Haiti und Pakistan. Im Rahmen des aktuellsten Projekts in Japan "Reconstruction in Sendai" beteiligen sich die Organisationen an einem innovativen Wiederaufbau.

ANMELDUNG & INFOS:
www.erdgespraeche.net

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Kommentare
ERDgespräche
Autor: Franz Bauer am 2011-05-24 18:51:15

Es ist schade, dass man  die Informatioen über diese Veranstaltung erst an dem Tag bekommt, wo sie stattfindet. Vielleicht sind zu viele Besucher auch garnicht erwünscht.


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Zu: ERDgespräche
Autor: Sana Brauner am 2011-05-24 22:30:00

Es sind sehr wohl viele Besucher erwünscht, leider schreiben die Massenmedien über dieses hervorragende Event mit so wertvollen internationalen Sprechern nichts. Ich habe persönlich ganz kurzfristig darüber erfahren, und es daher/trotzdem bei uns online gestellt.


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