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Diversity - Teil 5 - Ein Denkanstoss über menschliche Kompatibilität

Darstellung einer Gehirnzelle Autor: Ulla Knoll am 25. Apr 2010
Mit diesem Artikel lade ich Sie ein zu einer Transformation von überlebens- über kompatibilität- zu spirituell-geprägtem Verhalten.

Von Anfang an kämpfen wir ums Überleben

Wir suchen menschliches Miteinander

Um letztendlich Spiritualität zu finden

Der Erfahrungsablauf einer Transformation wird durch die drei Kreisläufe dargest

Ein Denkanstoss über menschliche Kompatibilität    

DER ERFAHRUNGSABLAUF EINER Transformation von angetrieben durch den Überlebensinstinkt zu angetrieben durch kompatibles Verhalten zu angetrieben durch spirituelles Verhalten wird in der Skizze links - die drei Kreisläufe - dargestellt.
Kreislauf 1 beschreibt eine vom Überlebensinstinkt angetriebene Realität. Kreislauf 2 repräsentiert eine durch kompatibles Verhalten angetriebene Realität. Kreislauf 3 repräsentiert einen durch spirituelles Verhalten angetriebenen Kreislauf. Das jeweilige Haupt-Wertesystem dieser drei Kreisläufe wird nachstehend beschrieben:


Kreislauf 1: Überleben – Eine auf Überleben ausgerichtete Realität

. Mangel
. Gewinn/Verlust
. Wettbewerb
. Getrenntsein
. Polarisation
. Information ist Macht


Kreislauf 2: Kompatibilität – Eine menschlich kompatible Realität

. Respekt
. Gleichheit
. Gegenseitige Abhängigkeit
. Kollaboration
. Freiheit
. Wissen ist Macht

Kreislauf 3: Spiritualität – Eine kreativ-adaptive Realität

. Reichhaltigkeit
. Verbundenheit
. Erkundung
. Dienstleistung
. Einssein
. Weisheit ist Macht

Kreislauf 1 erscheint als die hauptsächliche Vorgehensweise, die die menschliche Existenz beherrscht.
Es gab 10.000 Kriege in 5.000 Jahren, offensichtlich noch kein Ende in Sicht.² Aggression ist der ultimative Weg mit gravierenden Unterschieden umzugehen – basierend auf Ängsten die sowohl real als auch imaginär sind. Wir neigen dazu, unsere Ansichten und Werte anderen aufzudrängen als Voraussetzung für eine Allianz. Wir scheinen vorwiegend von Gier, aus einer Geisteseinstellung des Mangels heraus, angetrieben zu sein wo in Wirklichkeit kein Mangel existiert. Die Ereignisse an der Wall Street in New York, die in den Jahren 2008 und 2009 zu einer weltweiten Rezession führten, sind ein Beispiel für diesen Punkt.

Sogar innerhalb einzelner Länder werden Unterschiede eher als mehr polarisierende Sichtweisen dargestellt, als eine reiche Quelle von Synergien. Das Ergebnis ist oft ein vom Überlebens-Instinkt angetriebenes Verhalten. Im Zuge dieses Verhaltens wird Information als eine Quelle von Macht angesehen. Dies beinhaltet Informationen über Menschen, Organisationen, Feinde, Gegenspieler, Freunde, Erfindung eines Mitbewerbers, Arbeitsprozesse oder jede vorstellbare Herkunft, die als potentielle Bedrohung angesehen werden kann. Oder auch die Gelegenheit auf Kosten eines anderen zu gewinnen. 

Wir definieren Information als zusammenhängende Daten, die genutzt werden können für Planung, Vorausberechnung oder Entscheidungsfindung. Beispiele hierfür beziehen Informationen über Trends zur Investition am Weltmarkt mit ein oder die Bestleistung einer einzelnen Person als Auswahlbasis.

Unser Fokus ist, was Konfliktlösungen betrifft, auf Änderungen in unserem Verhalten im Bereich des erstrangigen Wechsels gerichtet. Wohingegen der grundlegende Ursprung des Problems, mit dem wir konfrontiert sind  - 
in der Art und Weise, wie wir unsere Realität programmiert und verstärkt haben, liegt; folglich bedarf es der persönlichen und kollektiven Transformation von Kreislauf 1 zu Kreislauf 2.

Die Einstellung oder Geisteshaltung eines Menschen wird bestimmt durch das was er/sie glaubt, was dann, wenn es „irreversibel verändert“ (transformiert) wird, als zweitrangiger Wechsel bezeichnet wird. 

Die Einstellung einer Person bedingt sein oder ihr Verhalten;  dieses Verhalten zu verändern ist der erstrangige Wechsel. 

Um Ihre Einstellung zu verstehen, prüfen Sie die Ergebnisse die Sie erhalten oder erleben.

Wenn wir beispielsweise zwischenmenschliche Konflikte erleben, dann neigen wir normalerweise dazu, unser Verhalten und/oder Prozesse zu verändern, um mehr einvernehmlich miteinander zu arbeiten oder zu leben (erstrangiger Wechsel). Diese Vereinbarung führt im Allgemeinen zu einer vorübergehenden Lösung. Wie auch immer, irgendwann taucht ein neues Problem, in unterschiedlicher Art, auf. Das neue Problem gründet in der Regel in den gleichen fundamentalen Gegensätzen, die wir bereits identifiziert haben. Diese Gegensätze beinhalten Themen wie Kontrolle, Recht haben oder sind der Ausdruck des Bedürfnisses Macht über andere haben zu müssen. Diesen Prozess bezeichne ich gerne als: „die Möbel im Wohnzimmer umstellen und der Meinung sein, das Wohnzimmer habe sich fundamental verändert!“ Ich beschreibe diese Verhalten und Prozesse als „Komfortzone“, da sie keine permanente, positive Veränderung erzeugen. Beispiele für Kreislauf 1 aus der realen Welt sind: Fernsehprogramme, Videoprogramme und Filme die Gewalt, Zerstörung und menschlichen Konflikt fördern, basierend auf Gut und Böse, die unsere vorherrschenden Vorstellungen unterstützen. Vielleicht ist eine der besten Aussagen zu diesem Thema, die von Albert Einstein, der sagte:

„Die Welt die wir auf der Basis unseres bisherigen Denkens
erschaffen haben, konfrontiert uns mit Problemen, welche wir
auf der Basis, auf der wir sie erschafft haben, nicht lösen können.“  

Es gibt zwei Formen der Verhaltensänderung die das Potential haben eine Transformation herbeizuführen: signifikante Herausforderungen, Verhalten außerhalb der Komfortzone und Verhalten die Ausdruck von Liebe sind. Ein Beispiel für die erstgenannte tritt ein, wenn eine Familie, ein Land oder die Welt eine Krise erlebt. Dann taucht plötzliche die Bereitschaft auf, den eigenen  Standpunkt zu verlassen und sich zu einem Ganzen zu vereinen. Die Bereitschaft so zu handeln, erschafft eine Transformation hinsichtlich der bereits diskutierten Probleme: Kontrolle, Recht haben wollen und Macht. Beispiele für den Ausdruck von Liebe sind die „kleinen Nettigkeiten“, auf die ich in den nachfolgenden Kapiteln noch näher eingehen werde. Das Maß an Authentizität und Engagement dieses Verhaltens wird reflektiert durch die Ergebnisse.

Obwohl die Überlebens-Adaption sich als dominante Realität darstellt, gibt es eine nicht unbedeutende Anzahl von Menschen, die vorwiegend in der Realität von Kreislauf 2 und 3 leben.
Ich kenne nicht die genaue Anzahl, aber unsere bisherigen Ergebnisse (Figur 2) zeigen, dass diese Menschen nicht die Bewusstsein-Mehrheit auf unserem Planeten ausmachen – und nur selten, wenn überhaupt, wählen wir sie in öffentliche Ämter. Ausnahmen sind hier z.B. Abraham Lincoln, der 16te Präsident der USA der in der Zeit des amerikanischen Bürger-Krieges dieses Amt innehatte und Franklin D. Roosevelt, der 32te Präsident während der Großen Depression. Beide dieser Wahlen waren die Antwort auf eine Krise. Das Ziel dieses Buches ist der Anstieg von Kreislauf 2 Menschen zu einer aussagekräftigen Menge ohne die Notwendigkeit einer Krise. Als aussagekräftige Menge bezeichne ich die Anzahl, die notwendig ist, um diesen Kreislauf zu der dominierenden Art und Weise, wie wir auf dem Planet Erde leben, werden zu lassen. Wie ich später darstellen werde, ist hierzu eine Basis-Bewerbung notwendig, die nicht notwendigerweise von einem großen Führer geleitet wird; wenngleich auch der Einfluss eines großen Führers willkommen, geschätzt und möglicherweise letztendlich notwendig ist.

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