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Die Mutter weiß, dass ihre Tochter schöner schreiben kann. Krank machenden Druck will sie jedoch keinen ausüben. Soll sie sich überhaupt einmischen, da die Lehrerin mit den Leistungen ihrer Tochter offenbar zufrieden ist?

Um angemessen zu reagieren, ist es wichtig, den versteckten Botschaften dieser Aussage nachzuspüren. Ist es die Verzweiflung und Überforderung meines Kindes? Dann ist Verständnis angebracht und das Bemühen, mein Kind zu entlasten. Oder hören Sie heraus: „Ich mag mich nicht anstrengen“ oder „Das geht dich nichts an!“ Dann versucht mein Kind, unbewusst aber gekonnt, mich mit seinem Vorwurf zu manipulieren, um sich’s leicht zu machen. Dann ist es ein verdeckter Machtkampf. Wie soll es weiter gehen, wenn eine 6-Jährige nicht mehr auf die Mutter hört?

Statt sich zu rechtfertigen könnte die Mutter freundlich zurückfragen: „Wie kommst du darauf?“ (Erklärungsbedarf beim Kind). In einem klärenden Gespräch geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seine Einstellung zur Schule und zur eigenen Leistung zu hinterfragen und Einsichten zu gewinnen. Stehen Sie dazu, dass Sie von Ihrem Kind eine ernsthafte Lernhaltung und die Bereitschaft, sein Bestes zu geben erwarten – unabhängig davon, ob seine Leistungen besser oder schlechter als der Durchschnitt seiner Mitschüler sind. Vielleicht hilft es auch, Ihrem Kind klar zu machen, dass für Sie sein Bemühen wichtiger ist als das Ergebnis. Es soll sich bemühen, es so gut wie möglich zu machen – seine spätere Position im Leben soll ja auch so gut wie möglich sein, und nicht einfach „gut genug für dich!“ Ihr Interesse und Ihre Ermutigung sorgen dafür, dass sich Ihr Kind geliebt und ernst genommen fühlt. Gerade zu Beginn der Schullaufbahn werden wichtige Einstellungen und Gewohnheiten geprägt. Diese dürfen nicht von der jeweiligen Laune abhängig sein. Ihr Kind wird es Ihnen eines Tages danken.
 

Tel./Fax:  +43 (0)1/66 22 006

office@elternwerkstatt.at

 

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Dir gefällt ja gar nichts, was ich mache! - Erziehung ist (k)ein Kinderspiel!

Zeichnung: Eugen Kment Autor: Maria Neuberger-Schmidt am 13. Mai 2011
Die Mutter ist betroffen, als sie diesen Vorwurf von ihrer 6-jährigen Annette hört. Sie wollte nur, dass ihre Tochter sorgfältiger ihre Hausübung macht. Die Buchstaben waren gar zu flüchtig hingeschmiert. Annette fügt selbstsicher und schnippisch hinzu: „Die Frau Lehrerin findet das gut genug!“

Die Mutter weiß, dass ihre Tochter schöner schreiben kann. Krank machenden Druck will sie jedoch keinen ausüben. Soll sie sich überhaupt einmischen, da die Lehrerin mit den Leistungen ihrer Tochter offenbar zufrieden ist?

Um angemessen zu reagieren, ist es wichtig, den versteckten Botschaften dieser Aussage nachzuspüren. Ist es die Verzweiflung und Überforderung meines Kindes? Dann ist Verständnis angebracht und das Bemühen, mein Kind zu entlasten. Oder hören Sie heraus: „Ich mag mich nicht anstrengen“ oder „Das geht dich nichts an!“ Dann versucht mein Kind, unbewusst aber gekonnt, mich mit seinem Vorwurf zu manipulieren, um sich’s leicht zu machen. Dann ist es ein verdeckter Machtkampf. Wie soll es weiter gehen, wenn eine 6-Jährige nicht mehr auf die Mutter hört?

Statt sich zu rechtfertigen könnte die Mutter freundlich zurückfragen: „Wie kommst du darauf?“ (Erklärungsbedarf beim Kind). In einem klärenden Gespräch geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, seine Einstellung zur Schule und zur eigenen Leistung zu hinterfragen und Einsichten zu gewinnen. Stehen Sie dazu, dass Sie von Ihrem Kind eine ernsthafte Lernhaltung und die Bereitschaft, sein Bestes zu geben erwarten – unabhängig davon, ob seine Leistungen besser oder schlechter als der Durchschnitt seiner Mitschüler sind. Vielleicht hilft es auch, Ihrem Kind klar zu machen, dass für Sie sein Bemühen wichtiger ist als das Ergebnis. Es soll sich bemühen, es so gut wie möglich zu machen – seine spätere Position im Leben soll ja auch so gut wie möglich sein, und nicht einfach „gut genug für dich!“ Ihr Interesse und Ihre Ermutigung sorgen dafür, dass sich Ihr Kind geliebt und ernst genommen fühlt. Gerade zu Beginn der Schullaufbahn werden wichtige Einstellungen und Gewohnheiten geprägt. Diese dürfen nicht von der jeweiligen Laune abhängig sein. Ihr Kind wird es Ihnen eines Tages danken.
 

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