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Die Kraft des Mannes - Teil 1

Chinesische Weise sagen: 'Na warten wir mal, bis der 60 ist!' Autor: Andreas Bayer am 06. Jan 2011
Alle Männer kennen folgendes Problem:

Am Anfang ihres Lebens haben wir so viel Energie. Sie scheint unerschöpflich. Da wissen wir meist nicht, wohin damit. Mit zunehmendem Alter vermindert sich aber die Leistungskraft. Der Bauch wird zur ständigen Besorgnis. Die Haare verlassen uns schneller als wir Tonika in dieselben verteilen können. Die Sexualkraft ist zwar vorhanden. Die Lust an ihrer Verwendung wird uns durch den Alltag mehr als gründlich vertrieben.

Foto: MEV - Fisch für junge Männer

Wir sollen sanft, verständnisvoll und weich in Familie und Partnerschaft sein, aber im Geschäftsleben erfolgreich, dynamisch und durchsetzungsstark. Dieser psychosoziale Spagat raubt über die Jahre hinweg nicht nur körperliche Funktionen. Auch unser seelisches Wohlbefinden bleibt auf der Strecke.

Irgendwann sitzen wir dann vor uns selber und fragen uns, ob ein anderer Weg nicht besser gewesen wäre. Die Midlife Crisis bewirkt dann den Egotrip, die vorschnelle Scheidung, den Kauf des Cabrios und die junge Freundin, um die irgendwo verlorene Jugend wieder zu riechen.
 

Einführung in die chinesische Medizin bei Störungen des Mannes

Nun, es gibt einen anderen Weg, denn man gehen kann. Einen Weg, der uns zufrieden zurückblicken lässt. Die chinesische Medizin und Philosophie setzt sich seit Jahrtausenden mit den Prozessen des Alterns auseinander.
Die folgende Serie soll Ihnen helfen, diese Konzepte zu verstehen und für sich zu nutzen.

Was ist das Konzept des Alterns in der TCM ?

Die Zyklik des Lebens spielt in China eine entscheidende Rolle. Geachtet werden jene Menschen, die diesen Kreislauf erfolgreich durchlaufen und am Ende gesund und leistungsfähig ihr Alter genießen können. Während in der westlichen Welt der junge, dynamische und erfolgreiche Manager als Symbol für Männlichkeit steht, ist es in Asien der weise, glückliche und gesunde Greis. Letzterer ist es, von dem man für das Durchlaufen des eigenen Lebensrades viel lernen kann. Bei den jungen erfolgreichen Managern höre ich von chinesischer Seite immer: „ Na warten wir mal, bis der 60 ist!“

Männer durchlaufen im chinesischen Denken einen 8 jährigen Rhythmus.

-    In den ersten 8 Jahren wird die Niere und damit die Essenz und Manneskraft gestärkt. Die Niere speichert Lebenskraft oder „Power“, die der Mann später haben wird. Die Niere wird mit Wasser assoziiert. Junge Männer erhalten daher viel aquatische Nahrung (Shrimps, Fisch, Kalamari etc.) und Nahrung, die im Wasser wächst (Reis) sowie viel Wasser enthält (Gurkengewächse). Schlecht sind Süßigkeiten, Eis, kalte Getränke oder Speisen. Kälte schädigt die Niere.

-    In den zweiten 8 Jahren wird die Milz als Synonym für das Verdauungssystem aufgebaut. Dies bestimmt, wie leicht später Energie für die Leistung aus der Nahrung entzogen werden kann. Wichtig sind Fleisch und Getreide. Belastend sind hier fettreiche Nahrung, frittierte oder gebratene Speisen. Die Milz mag es immer warm und trocken.

-    In den dritten 8 Jahren wird die Leber als Synonym für die Dynamik und Entscheidungs- sowie Leistungskraft gestärkt. Hier steht Blutwurst, Wildfleisch, Ente und viel Gemüse auf dem Speiseplan. Hier schädigen sowohl die Fette als auch die einseitige Ernährung. Hitze, scharfe Nahrung und Alkohol sind der Feind der Leber.

Tabelle der Organuhr

0-8 Jahre

Niere

8-16 Jahre

Milz

16-24 Jahre

Leber

24-32 Jahre

Niere

32-40 Jahre

Milz

40-48 Jahre

Leber

48-56 Jahre

Niere

56-60 Jahre

Milz

60-66 Jahre

Leber

66-72 Jahre

Niere

72-80 Jahre

Milz

Danach wiederholt sich das Rad wieder mit der Niere als erstes, der Milz als zweites und der Leber als drittes Organ. Es gibt auch noch ein übergeordnetes Rad. Dieses Rad folgt einem Zyklus von 24 Jahren. Ein Durchlauf (Niere-Milz-Leber) stellt so ein großes Rad dar. Je ein Organsystem regiert es. In den ersten 24 Jahren die Niere. In den zweiten die Milz. In den dritten die Leber. Und dann wieder die Niere. Der große Zyklus äußert sich vor allem in Störungsanfälligkeiten und Erkrankungen des Körpers.

Teil II: Die Entwicklung der Kraft des Mannes
Der Junge Mann in der chinesischen Medizin

 

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