Autor: Irmgard Brottrager am 13. Dez 2011 Laut Europäischem Fengshui ist das Jahr in 8 Teile gegliedert, der Mitt-Winter dauert von 21. Dezember bis 1. Februar
Jede Jahreszeit hat ihre ganz speziellen Qualitäten. Je mehr uns dies bewusst ist und je besser wir uns darauf einstellen, umso mehr leben wir im Einklang mit der Natur statt gegen sie anzukämpfen |
Das „Europäische Fengshui“ unterscheidet 8 Richtungsqualitäten, die sich wie die Jahreszeiten entsprechend dem „Rad des Lebens“ abwechseln. Jede Richtungsqualität hat ihren speziellen Charakter mit Stärken und Schwächen, jede bietet bestimmte Voraussetzungen und Möglichkeiten.
Im Mitt-Winter haber wird das Schwerste bereits hinter uns, der Loslassprozess ist abgeschlossen. Die Bäume sind kahl, die Gräser verdorrt und erfroren, der alte Zyklus ist vorbei. Wir bereiten uns auf etwas Neues vor. Die Tage werden wieder länger, und auch wenn die Natur im Tiefschlaf liegt, sind wir voller Erwartung - wie die Menschen- und Tierweibchen in der Schwangerschaft. Oder wie die Seelen nach dem Tod, die sich vor ihrer nächsten Inkarnation noch etwas ausruhen. „Still und starr ruht der See, … freue dich, das Christkind kommt bald“, singen wir zu Weihnachen. Außen zeigt sich wenig Veränderung, das Wesentliche spielt sich im „Inneren“ ab.
Diese Phase, die bis 2. Februar dauert, ist ideal für Entspannung und Urlaub. Glücklicherweise haben die meisten Menschen tatsächlich Ferien zwischen Weihnachten und Heiligendreikönig. Diese Tage gelten nach keltischer Tradition als „Rauhnächte“, an denen man möglichst viel beobachten und möglichst wenig aktiv sein sollte. Der ganze Abschnitt des „Mittwinters“ entspricht der Tageszeit Nacht, in dem man ruhen sollte bzw. die Dinge etwas langsamer angehen. Nach Heiligendreikönig sind es nur mehr 3-4 Wochen, bis der Vorfrühling beginnt. Es schadet also nichts, in dieser Zeit noch ein wenig länger zu schlafen, und die Schitouren und die Ballsaison erst im Februar zu starten.
Menschen, die auch charakterlich dem Wintertyp entsprechen, suchen ihr Leben lang wenig Veränderung, sie orientieren sich an traditionellen Werten und schätzen alles, was zeitlos ist. Sie sammeln, was sie bekommen können, und pflegen, was sie haben - im Winter muss man eben haushalten mit seinen Energien und darf nicht leichtsinnig sein. Auf Wintertypen kann man sich verlassen, sie sind prinzpientreu, durchhaltend, gewissenhaft und fürsorglich. Es gibt wenig, was sie aus der Ruhe bringen kann, sie mögen es heimelig und gemütlich, solide und bodenständig.
Fengshui-Tipps für die Zeit nach Weihnachten: Betrachten Sie diese Zeit als Zwischenphase und bereiten Sie sich vor auf das „neue Jahr“, das laut Kalender zwar schon am 1. Jänner beginnt, laut Europäischen Fengshui aber erst nach der Winterphase so richtig startet. Es ist die ideale Zeit zum Lesen, Spazieren gehen und Schneeschuhwandern, für Rückblicke und gute Vorsätze, für Weltanschauliches, ausgiebiges Trödeln und Faulenzen, Familienkontakte, gutes Essen und Gemütlichkeit.
Seien Sie empfänglich, gehen sie mit Ideen und Projekten schwanger. Sammeln Sie sich und tanken Sie Energie, entspannen sie sich gründlich, genießen Sie Wellness-Ausflüge oder folgen Sie ihren Sammeltrieben im Winterausverkauf. Denn auch das Hamstern und Horten ist eine typisch winterliche Eigenschaft, schließlich gibt es in der Natur so bald nichts Frisches zu ernten! Inzwischen hat man sich an die kuscheligen Mäntel und Mützen gewöhnt, an die langen Nächte und wohltemperierten Räume. Im Frühling weht wieder ein anderer Wind!
Europäisches Fengshui
Architektin Irmgard Brottrager
Das Geheimnis der Rauhnächte
Autor: Sylvia Klein am 2011-12-10 10:57:42
Dieser Artikel ist so wunderbar wie unsere "alten" Lebensweisheiten!
Genau so sollten wir hier in Mitteleuropa leben, denken, fühlen.
Der Winter ist für die Innenschau, für das Trefffen von Familien und Freunden, das Kuchenbacken, ums Feuer sitzen, etc.
Das einzige, was mich am Artikel etwas stört, dass es "europäisches FengShui" genannt wird. Warum müssen wir da den asiatischen Namen verwenden und können nicht einfach sagen:: "Wir haben selbst großartige Traditionen und Lebensweisheiten auf die wir uns endlich wieder besinnen!"
Gerade jetzt - in der Winterszeit - ist die richtige Zeit, sich darauf zu besinnen!
Nicht zufällig ist die Adventzeit bereits die Zeit der Besinnung, die Vorbereitung der im Artiel beschriebenen Mitt-Winterzeit!
Auf einen besinnlichen Winter mit so manchem gemütlichen Treffen mit Freunden
freut sich in diesem Sinn
Sylvia Klein
ICH WÜNSCHE ALLEN LESERN UND LESERINNEN EINE WUNDERBARE, STÄRKENDE WINTERZEIT UND WEIHNACHTTSZEIT!
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