Autor: Sana Brauner am 24. Jul 2011 Am 20. Juli 2011 ging die von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) initiierte Internetplattform lebensmittelklarheit.de an den Start. Frau Aigner wagt es damit erstmals in ihrer Amtszeit, sich offen mit der Lebensmittelindustrie anzulegen.
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Unter www.lebensmittelklarheit.de können Deutschlands Verbraucher ab sofort Produkte melden, bei denen Sie sich durch die Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht fühlen. Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hessen prüfen die Kritik, die Hersteller haben die Möglichkeit Stellung zu beziehen, beides wird dann auf der Seite veröffentlicht.
Seit Ende 2007 entlarvt foodwatch auf www.abgespeist.de besonders dreiste Fälle von Irreführung und Verbrauchertäuschung. Endlich erkennt nun auch Frau Aigner das Problem der legalen Täuschung im Supermarkt offiziell an – nicht zuletzt ein Erfolg von abgespeist.de. Das Portal lebensmittelklarheit.de ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn auch noch längst keine Lösung. Denn klare und verständliche Informationen über Lebensmittel müssen Verbraucher nicht nur im Internet finden können – sondern direkt im Supermarkt auf den Produktverpackungen. Verbraucher wünschen sich eindeutige Angaben etwa zum Nährwertgehalt, zur Herkunft oder zur Art der Tierhaltung. Hier braucht es verbindliche politische Regelungen – und nicht nur ein Informationsangebot im Internet.
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