Autor: Gudrun Graf am 19. Aug 2011 In der Entwicklung der Menschen gab es eine Zeit, in der der Mythos durch den Logos entzaubert wurde. Als Folge der "Aufklärung" wurden die Götter vom Sockel gestoßen und statt des Aberglaubens zog kritische Vernunft in die Herzen der Menschen ein. Wo sich alles im Kopf abspielt, haben Gefühle nichts mehr verloren. "Cool ist in"!
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Die Taoisten lehren uns, dass zuviel Freude dem Herzen schadet. Das Wissen, dass alles "Zuviel an Emotionen" Schaden bringt, ist der Jungfrau in die Wiege gelegt. Und mit erhobenem Zeigefinger warnt sie vor ausgebrannten Herzen. Das Leben zwischen Vermeidung und Leidenschaft ist eine schmale Gratwanderung! Und so manche Frau neben dir wünscht sich, dass du endlich aufhörst zu "reden"!
Nein, du bist kein Krieger, und zum ersten Schritt muss frau dich wohl überreden. Du willst dich nicht aufdrängen, aber bist für alles bereit, neutral. Und hast du deinen Verstand einmal unter den Tisch getrunken, dann versinkst du in sinnliches Chaos. Doch ein falsches Wort, dann gehst du wieder auf Abstand, fliehst. Schade, es stecken so viel Kunstfertigkeit und Frivolitäten in dir!
Was folgt, ist eine Heirat aus wirtschaftlicher Erwägung, ein Ehe-Alltag in geordneter Form. In deiner Abneigung vor Überraschungen und deiner Angst vor Neuem stellst du deine Gefühle und deine Liebe unter "Hausarrest"! Und dir selbst gaukelst du vor, du seihst sauber, unschuldig und rein!
Du mischt dich ein!
Deine Umgebung hält dich für einen Spielverderber, während du nur "Schlimmes" zu verhindern und Schäden zu vermeiden suchst. Während dein Anspruch, ja keinen Fehler zu machen, dich fast zerreißt, wird deine Führsorglichkeit von den anderen als Einmischung erlebt. Dann erlebst du die Welt als undankbar, aber es ist deine Chance, das Wesentliche zu entdecken.
Die widersprüchlichen Moralwerte deiner Ahnen sind auch in deiner Seele verbucht. Zerrissen zwischen Gut und Böse quälst du dich. Du kämpfst gegen einen riesigen Schatten aus schlechtem Gewissen und Schuld. Aber tapfer fährt das Kind in dir fort, fremde Schuld zu tragen. Unbewusst hast auch du dich eingemischt. Du merkst es an deinem sehnlichen Wunsch, dein diffuses Schuldgefühl loswerden zu wollen.
Deine Seele will die Belange der Ahnen ausgleichen, ausbalancieren, in Ordnung bringen. Schweres Gewicht an unsichtbaren Stricken hängt an deinem Hals und nimmt dir deinen Lebensatem. Erst wenn du an dem Platz stehst, der dir zusteht, wird du wieder atmen können! Bedenke, niemand braucht dein Opfer. Die Toten wollen, dass du lebst!
Was heißt hier "cool"?!
Lang und geduldig hast du beobachtet. Du hast zu vertrauen gelernt, dass die Kirche sicher im Dorf stehen bleibt, während du die schönen Dinge im Leben entdeckst. Endlich kannst du dich entspannen und strahlst verschmitzt: Wir warten, dass du deine Klugheit und deinen Sinn für Humor mit uns teilst!
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