Autor: Ludwig Vysocan am 15. Feb 2009 Seit Jahresbeginn sind die Kleinwagenzulassungen rasant gestiegen. Die hohen Treibstoffpreise schlagen sich seit einigen Monaten ganz ordentlich auf die Geldtaschen der Autofahrer nieder und veranlassen immer mehr Lenker, auf kleine Autos umzusteigen. was wiederum die Händler besonders freut. Der neue Suzuki Splash bringt frischen Charme nicht nur auf Österreichs Straßen sondern sorgt auch für ein absolut individuelles Fahrgefühl.
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Wie fährt sich der Splash?
Zuerst einmal, er macht einfach riesig Spaß, aber nicht nur in der City, auch auf den kurvigen Strassen entlang der slowenischen Küste, in den schmalen Gassen von Piran oder auf den Autobahnen zwischen Wien und Slowenien. Also kein Vergleich mit dem Vorgänger, dem hohen, schmalen und wenig schönen Wagon R: Von außen sieht der Splash auch aus wie ein gut designter europäischer Kleinwagen. Auffallend die Höhe. Mit einer Länge von 3,72 Meter ist der Splash etwa so lang wie der Toyota Yaris, aber auch um sechs Zentimeter höher. Die hohe Sitzposition sorgt für gute Übersicht, macht das Aus und Einsteigen angenehm und wird gerade bei der weiblichen Kundschaft auf viel Gegenliebe stoßen.
Raumwunder
Innen bietet Suzukis Kleinster das Raumgefühl eines Großen und ist quasi ein Microvan. Die knapp vier Meter Gesamtlänge bieten lt. Werksangabe fünf Personen wirklich genug Ellbogen- und Kopffreiheit in Reihe eins, hinten wird’s im Fußraum dann schon ein wenig enger, wenn Fahrer oder Beifahrer ihre Sitze zu weit nach hinten gestellt haben. Die Sitzposition ist für den Fahrer sehr gut, obwohl die Sitzflächen für längere Fahrten etwas zu kurz geraten sind. Etwas nervig ist die Anbringung des mittleren Gurtes im Wagendach. Praktisch, schlicht, aber durchaus gefällig und geräumig, überzeugt der Splash Innenraum mit guter Verarbeitung. Bei der Materialwahl hat man sich auf Stoffsitze und viel Plastik, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind, entschieden. Aber irgendwoher muss der Einstiegspreis von unter 10.000 Euro ja kommen. Hinter dem markanten Heck mit den bunten langen Heckleuchten verbirgt sich ein nicht langstreckentauglicher Kofferraum mit knapp 200 Liter. Mit Gepäck muss der Splash zu einem Zweisitzer umgebaut werden, wodurch sich aber dann das Kofferraumvolumen durch einfaches Umlegen der einzelnen Rücksitze auf über 1.000 Liter erhöht. Praktisch: das Staufach unter dem Kofferraumboden ,das sich besonders für schmutzige und nasse Gegenstände eignet.
Optisch frisch präsentiert sich das Cockpit
Alles ist am richtigen Platz. Der große Tacho mit Bordcomputer erinnert irgendwie an den Mini, der aufgesteckte Drehzahlmesser an den alten Smart, das Lederlenkrad mit CD-Radio, Fernbedienung und Sendersuchlauf lässt uns im slowenisch-italienischen Radio-Dschungel spielend nach Eros Ramazotti suchen. Was vielleicht einigen fehlen könnte - ein Navigationssystem, das aber als Zubehör erhältlich ist. Praktisch: die vielen Ablageflächen für Flaschen und Krimskrams. Kritik im Cockpit gibt es lediglich für das nur Höhen verstellbare Lenkrad, für die Beschriftung der Bedingungsschalter der Klimaanlage und für den Bordcomputer, der nur mühsam durch die Lenkradspeichen hindurch bedient werden kann. Nervend: das Piepskonzert der Blinkeranzeige.
Maximale Auswahl zu minimalen Preisen
Suzuki geht in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten an den Start. Neben der 1.0 Liter Dreizylinder Basis Version mit 65 PS für Umweltbewusste sorgt die Special- Version für das gewisse Extra an Fahrkomfort- sowohl als Dreizylinder, wie auch als 1.2 Liter Vierzylinder. Hier setzt auch der Splash 1.2 Deluxe echte Akzente. Mit 86 PS, zusätzlichen Kopfairbags und Nebelscheinwerfer überzeugt er in allen Punkten und sorgt für noch mehr Fahrfreude. Aber auch Dieselfreunde haben mit dem 1.3 Liter Turbodiesel-Modell inklusive serienmäßigem Russpartikelfilter einen wendigen und stylischen Begleiter. Gerade in Zeiten des Klimaschutzes versteht es sich von selbst, dass alle Modelle höchsten Ansprüchen genügen. Sie erfüllen die Euro-4- Abgasnorm und die CO2-Emissionen liegen lediglich zwischen 120 und 142g/km. Alle drei Motoren sind mit einem manuellen Fünfganggetriebe kombiniert. Für den 1.2-Liter Benziner ist auch ein Viergang-Automatikgetriebe verfügbar.
Schlapper Benzinmotor
Unser Testwagen war mit dem Dreizylinder 65 PS Benzinmotor ausgestattet, der keine großen Wunder erwarten ließ, aber im Stadtverkehr völlig aus reicht, um den kleinen Eintoner auf Schwung zu bringen. Auf Bergstraßen-Steigungen, Autobahnen und jetzt im Sommer mit eingeschalteter Klimaanlage, da geht dem Splash 1.0 aber sehr rasch die Puste aus. Wer jedoch das etwas knochig- knorpelige Fünfgang-Getriebe engagiert einsetzt und die Gänge ausdreht, kann durchaus Fahrfreude verspüren, was aber auch denn Benzinverbrauch erheblich anhebt. Laut Hersteller verbraucht der Motor 5,5 Liter auf 100 Kilometer. Nach unserer Testfahrt durch Slowenien und Österreich zeigte der Bordcomputer allerdings recht heftige 7,6 Liter Verbrauch an.
Fahrwerk
Aufgebaut auf der Swift-Plattform bietet der Splash eine Menge Fahrspaß. Insgesamt aber ein zu hart abgestimmtes Fahrwerk ,was aber auch wiederum ein höheres Kurventempo zulässt.
Sicherheit
Auch bei der Sicherheitsausstattung zeigt sich der Splash von seiner besten Seite. Vier Sterne beim Euro NCAP Crash Test und mit sechs Airbags und ESP ausgestattet, ist er für den Alltag bestens gerüstet. Nur der Einliter-Benziner in Basisausstattung muss auf die elektronische Fahrhilfe und Kopfairbags verzichten.
Fazit:
Pfiffiger neuer Japaner für das kleine Budget mit optischen Qualitäten und reichlich Platz.
Was er kostet: Ab rund 11.490,00 Euro
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