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Autor: Anka Kampka am 16. Dez 2011 Weihnachtsmann oder Osterhase?
Nach Wochen des Wartens und Bangens erhält Frieda Frieder nun die erlösende Antwort der Deutschen Rennerversicherung. |
Liebe Leserinnen,
meine monatlichen, kleinen Krimis handeln von den kleinen und großen alltäglichen Gegebenheiten rund ums Büro.
Falls Ihnen die eine oder andere Gegebenheit bekannt vorkommt, versichere ich Ihnen: Die Geschichte und deren Personen sind frei erfunden und Ähnlichkeiten mit lebenden Abteilungen, pardon, ich meine natürlich mit lebenden Kollegen, sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Oder?
Die Weiterreichung der kleinen Lektüre an Kenner des feinen Humors sowie Liebhaber der Kurzentspannung ist strengstens erlaubt und ausdrücklich erwünscht.
Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen und Schmunzeln!
Weihnachtsmann oder Osterhase?
Nach Wochen des Wartens und Bangens erhält Frieda Frieder nun die erlösende Antwort der Deutschen Rennerversicherung.
Wir erinnern uns: Frieda Frieder hatte aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung einen neuen Bürodrehstuhl beantragt, der zunächst von der Dt. Rennerversicherung abgelehnt wurde. Deshalb legte Frieda Widerspruch ein und legte mehrere ärztliche Gutachten bei.
„Jetzt bin ich doch mal gespannt, was in dem Schreiben der Deutschen Rennerversicherung steht.“ Fragt sich Frieda, während Sie hastig den Briefumschlag öffnet. „Wir freuen uns, ihrem Widerspruch stattgeben zu können…..“ steht in den ersten Zeilen geschrieben.
„Yuchhee“ jauchzt Frieda. Endlich kann es losgehen und Sie krempelt im wahrsten Sinne des Wortes die Ärmel hoch. Als Erstes informiert Sie ihren auserwählten Bürofachmarkt über den positiven Bescheid. „Das ist ja wunderbar“ freut sich auch der freundliche Büroberater vor Ort. Schicken Sie uns doch den Bescheid, damit wir gleich den Bürostuhl für Sie bestellen können.“Gesagt, getan und Frieda legt das Schreiben gleich aufs Faxgerät. Kurz darauf klingelt das Telefon und der Fachberater meldet sich erneut.
„Also, das Fax ist angekommen, liebe Frau Frieder, wir haben da nur ein kleines Problem. Es wurde lediglich eine Pauschale bewilligt. Ihr erforderlicher Stuhl ist jedoch deutlich teurer. Ich empfehle Ihnen in dem Fall, sich mit dem Arbeitgeber auseinanderzusetzen.“
„Ach, herrje“ stöhnt Frieda, während ihre Freude wieder sinkt. „Das hab ich vor lauter Freude übersehen. Und ich dachte schon, ich könnte endlich meinen Stuhl erhalten. Wäre ja zu schön gewesen“ fügt Sie traurig hinzu.
„Ach Du lieber Himmel“ rutscht es Frau Nikolaus von der Personalabteilung aus dem Mund. Mit einer so hohen Kostendifferenz haben wir nicht gerechnet. - Mmhh ja, dann bespreche ich das mal mit der Behindertenbeauftragten.“
Indessen fragt sich Frieda, ob es irgendeine Stelle im bundesdeutschen Gebiet gibt, die noch nicht ihre Unterlagen erhalten oder angefordert hat. „Wie gut, dass ich nicht auf den Mond fliegen möchte“ denkt Sie sich. „Welcher Papierkrieg würde das erst auslösen?“
Wieder klingelt das Telefon und Frau Nikolaus von der Personalabteilung meldet sich.
„Also, die Behindertenbeauftragte meint, Sie sollen Widerspruch bei der Deutschen Rennerversicherung einlegen“ „Ja, natürlich“, antwortet Frieda lahm. Und dann müssen wir natürlich noch prüfen, ob …….„"Ja, ja, ist klar“ hört sich Frieda geistesabwesend sagen, während sie resigniert überlegt:
„Na, mit dem Weihnachtsmann kommt der Bürostuhl wohl nicht mehr. Vielleicht bringt ihn ja der Osterhase mit….
Fragt sich nur - in welchem Jahr?“
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