Autor: Dipl.-Päd. Michael Karjalainen-Dräger am 23. Dez 2011 Bleiben Sie bei der Wahrheit, wenn Sie von Ihren Kindern nicht früher oder später als LügnerIn entlarvt werden wollen. Gerade diese Unwahrheit in einer für Ihr Kind wesentlichen Sache kann das Vertrauen nachhaltig (zer-)stören.
|
Weihnachten - was ist das?
Eh klar, werden Sie jetzt sagen. Weihnachten, das ist ... Ja, was ist Weihnachten? Ist es das Fest des Christkindes oder des Weihnachtsmannes? Ist ein Geschenke - und/oder Familienfest? Ist es ...?
Weihnachten hat als Fest eine lange, jahrhundertealte Geschichte. Der Ursprung geht auf das von Christinnen und Christen an der Wintersonnenwende gefeierte Geburtsfest Ihres Retters und Erlösers Jesus Christus zurück. Es ersetzte in unseren Breiten das von den Germanen zur selben Zeit begangene Julfest und legte auch eine wesentliche Wurzel unserer abendländischen Kultur.
Im katholischen Christentum war Weihnachten auf die Geburt von Jesus fokussiert, die Geschenke "brachte" der Heilige Nikolaus bereits am 6. Dezember. Die protestantischen ChristInnen führten das Christkind dann als Erziehungsmittel ein.
Neuerdings wird das Christkind aber vom Weihnachtsmann, der ja eigentlich als Santa Claus (also Heiliger Nikolaus) gefeiert wird, verdrängt. Den Bischofshut ersetzte die Zipfelmütze und das Christkind verlor seine Flügeln zu Lasten eines fliegenden Rentierschlittens. Kein Zufall, dass dieser angloamerikanische Brauch seinen Siegeszug mit dem weihnachtlichen Coca-Cola-Truck antrat.
Erziehungsmittel - nein danke!
Egal ob Sie sich für Christkind oder Weihnachtsmann entscheiden - als Erziehungsmittel sollte keiner von beiden herhalten, da Sie damit Ihre elterliche Autorität vollends untergraben. Bevor Sie Erziehungsmaßnahmen auslagern, wäre es wichtig, sich diese Maßnahmen bewusst zu machen, sie zu analysieren und zu refelektieren, im Idealfall mit außenstehender Begleitung.
Weihnachten bietet ja so viel mehr SINNvolle Möglichkeiten. Sie sollten jene wählen, die passend und authentisch ist.
Wenn Familienfest, dann Familienfest!
Wenn Sie sich bewusst dafür entscheiden, den Heiligen Abend als Familienfest zu begehen, dann sollten Sie zuerst einmal festlegen, wer zur Familie gehört. Am Abend selbst könnten dann die Kinder - wie das Jesuskind - im Mittelpunkt stehen und auch deren Eltern - wie Josef und Maria -, denen diese das Leben verdanken. Die materiellen Geschenke spielen dann nur eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund steht das Beschenkt-Sein durch das gemeinsame Leben. Gönnen Sie sich einen Abend fernab von Hektik und Zeitdruck und lassen sie dem eigentlichen Sinn des Festes seinen Raum.
Die Geschenk wiederum, wenn sie als für Sie passendes Element dazu genommen werden, sollten nicht vom Christkind oder dem Weihnachtsmann auf geheimnisvolle Weise ins Haus gebracht werden, sondern vielmehr als das gelten, was sie sind: Zeichen der Wertschätzung, des Dankes und der Zuwendung - wie beim eigenen Geburtstag eben.
Eine geweihte Nacht als Auftakt für eine gesegnete Zeit
Auf diese Weise wird der Abend, der die Weihnacht einleitet, auch zu einem Auftakt für familiäre Unternehmungen, die an den Feiertagen bzw. in den Weihnachstferien im Mittelpunkt stehen können. Schenken Sie sich auch das, was sie sonst so wenig haben - eine liebvolle Zeit des Miteinanders!
Dass das gelingen möge, wünsche ich Ihnen aus ganzem Herzen.
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggenBEI AMAZON: |
Hilfe
Als Mitglied können Sie auf Facebook einen Kommentar posten. Dazu müssen Sie sich einloggen.

