Die Macht der Gedanken ist den Menschen seit jeher bekannt. Viele von uns erleben diese vor allem dann, wenn es um negative Vorstellungen geht. Da braucht es dringend einen Perspektivenwechsel, denn sonst gibt es innerlich die Hölle auf Erden und die Aufgaben, vor die wir gestellt sind, werden schier unüberwindbar. © Bild: Rainer Sturm, pixelio.de |
Wie ist es aber zu verstehen, wenn Jesus bei Markus (11,23 ff) und Matthäus (21,21 ff) so zitiert wird: “Ich versichere euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: ‘Heb dich hoch und stürz dich ins Meer’ und dabei keinen Zweifel in seinem Herzen hat, sondern fest darauf vertraut, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen. … worum ihr … auch bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, dann werdet ihr es auch erhalten.”
Es geht nicht darum, sich Allmachtsphantasien hinzugeben oder von einem magischen Geschehen zu sprechen, ebensowenig gilt dieses Stelle als bloße Metapher (“der Glaube kann Berge versetzen”) sondern vielmehr als innere Wahrheit. Anders ausgedrückt: Die Energie folgt dem Gedanken, das woran du beständig denkst und daher glaubst, auch mit deinem Herzen, nicht nur mit deinem Verstand, das wird geschehen, im Negativen wie im Positiven. Und mit der Einschränkung, dass es deinem Lebensauftrag entsprechen muss bzw. einer Lebensaufgabe, der du dich stellen und die du bewältigen musst. Hier können wir auch von Karma-Training sprechen. Unsere Zweifel können wirklich mehr Schaden anrichten, als wenn wir uns der Situation so stellen, wie sie ist. Ins Auge des Orkan gehen und schauen, oder - um es buddhistisch auszudrücken - das Nichtanhaften üben.
Erst wenn wir all das los sind, was uns hindert, können wir frei und aus ganzem Herzen aufs Leben vertrauen - und es wird geschehen, was geschehen soll, meist etwas, was wir uns nicht vorstellen konnten und daher als wunder-bar bewerten.
Noch einmal zusammengefasst:
glauben heißt vertrauen, an Gott glauben also auf die Göttlichkeit in uns, unseren Lebensauftrag vertrauen; und: die Situation, in die wir gestellt sind nicht gleich bewerten; das macht die Herausforderung schwieriger als sie ist. Einmal schauen, von außen, von oben wie auch immer und dann auf den nächsten Impuls warten, was zu tun ist. Und darauf vertrauen, dass das, was geschieht letztlich - rückblickend - Sinn macht. Diesen Sinn können nur negative Gedanken zerstören oder zumindest hinauszögern.
Auch dies ist eine schöne Übung für die Urlaubszeit: mal alles lassen - und damit neue Perspektiven gewinnen und dem Leben vertrauen lernen!
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