Autor: Sana Brauner am 11. Okt 2011 „In Beziehungen drehen sich letztlich alle Bemühungen um eine Balance der Gefühle“, ist Autorin und Therapeutin Gerti Senger überzeugt. Gemeinsam mit Co-Autor Walter Hoffmann präsentierte sie am 6. Oktober 2011 in der Hauptbücherei am Wiener Gürtel ihr aktuelles Buch „Schräglage – Die Sehnsucht nach Zufriedenheit“ (Goldegg Verlag). © Bild: Goldegg Verlag GmbH |
Schauspielerin Dagmar Koller und Journalist Peter Michael Lingens diskutierten mit dem Autorenduo, wie in einer Zeit der Ängste und Krisen persönliches Glück und Zufriedenheit im Beruf möglich sind. Fazit: Heute sehnen wir uns wieder nach alten Werten, nach Familie und Stabilität.
Trotz immer vielfältigeren Genussmöglichkeiten und einem immer größeren Freizeitangebot nimmt die Unfähigkeit zu genießen zu. Noch nie war die Gesundheitsversorgung so groß und dennoch greifen Burn-out, Depressionen und Angsterkrankungen um sich. Information und Wissen explodieren, aber der Einzelne kann immer weniger damit anfangen.Auf der Jagd nach dem Glück geraten Frauen und Männer aller Altersgruppen in eine Schräglage
zwischen Übermaß und Defizit. Aber es zeichnet sich eine Trendwende ab: Durch die zunehmende Sehnsucht nach emotionaler Stabilität und Orientierung besinnt man sich auf alte Werte und Tugenden ...
Dieses Buch geht einfühlsam auf die individuellen, bedeutsamen Lebensbereiche ein und zeigt, wie trotz einer Schräglage wieder Halt und zu einem erfüllten Liebes- und Arbeitsleben gefunden werden kann.Wir leben in einer Welt der Widersprüche: Grenzenloser Gier steht unermessliche Armut, der Sehnsucht nach Familie stehen hohe Scheidungs- und sinkende Geburtenzahlen gegenüber. Das Liebesleben und die Sexualität des Einzelnen werden durch nichts mehr eingeschränkt und dennoch leiden unzählige Menschen an sexuellen Problemen und an Bindungsschwierigkeiten.
Trotz immer vielfältigeren Genussmöglichkeiten und einem immer größeren Freizeitangebot nimmt die Unfähigkeit zu genießen zu. Noch nie war die Gesundheitsversorgung so groß und dennoch greifen Burn-out, Depressionen und Angsterkrankungen um sich. Information und Wissen explodieren, aber der Einzelne kann immer weniger damit anfangen.
Auf der Jagd nach dem Glück geraten Frauen und Männer aller Altersgruppen in eine Schräglage zwischen Übermaß und Defizit. Aber es zeichnet sich eine Trendwende ab: Durch die zunehmende Sehnsucht nach emotionaler Stabilität und Orientierung besinnt man sich auf alte Werte und Tugenden ...
Dieses Buch geht einfühlsam auf die individuellen, bedeutsamen Lebensbereiche ein und zeigt, wie trotz einer Schräglage wieder Halt und zu einem erfüllten Liebes- und Arbeitsleben gefunden werden kann.
Über die Autoren:
Prof. Dr. Gerti Senger ist Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Paartherapeutin und Klinische Psychologin, Vortragende an der Universität Wien und der Sigmund Freud-Universität. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und der wöchentlichen Kolumne “Lust & Liebe” in der KRONE. 2009 wurde sie mit dem Sachbuchpreis „Buchliebling 2009“ ausgezeichnet. Dr. Walter Hoffmann ist Psychoanalytiker, Klinischer Psychologe sowie Gesundheits-, Wirtschafts- und Arbeitspsychologe. Er leitet das Institut für Angewandte Tiefenpsychologie und ist Autor mehrerer erfolgreicher Sachbücher.
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Autor: Michael Gosch am 2011-10-12 10:48:58
Balance der Gefühle und innere Zufriedenheit sind erstrebenswerte Wahrnehmungen, insbesondere ich dies für ein achtsames und liebevolles Miteinander der Menschen in der Gesellschaft elementar erachte.
Warum aber Sehnsucht nach "alten" Werten ?
Welche alte Werte werden gemeint ?
- Flower und Power der 50er
- 6 Tage Arbeitswoche, Sonntag in die Kirche
- Zucht und Ordnung
- Patriachat
- Frauen haben auf Unis nichts verloren, die 3 K (Kirche, Kinder, Küche ...)
oder Mittelalter oder ....
ich meine, wir sollten erkennen, was nicht funktioniert und neues entwickeln.
Das klappt natürlich nur, wenn ich bereit bin meine Prägungen aus der Kindheit, die wiederum zum großen Teil aus der Prägung der Eltern in deren Kindheit stammen und so weiter, anzusehen und auch zu lösen - anstatt "sehnsüchtig" wieder in alte Muster zu kippen.
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