Autor: Katrin Bienert am 12. Okt 2011 Psoriasis wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin – TCM – als „weiße Dolchentzündung“ oder „Schlangenlaus“ bezeichnet. Arthritis ist nach der TCM ein BI Syndrom – ein schmerzhaftes Obstruktionssyndrom von QI und Blut in Gelenken, Muskeln und Knochen.
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Man unterscheidet zwei grundsätzliche Formen:
Die angeborene, also genetische Form und die im Lauf der Jahre erworbene Form, die etwa zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auftritt. Die genetische Form beruht auf einer Nieren Yin Schwäche, die durch eine schwache Wurzelenergie und ein schwaches Wasserelement entsteht. Sie ist schwerer zu behandeln als die erworbene Form. Diese wird hauptsächlich durch „environmental stress“ hervorgerufen, also durch schlechte Lebensführung wie zu viel aufreibende Arbeit, erhitzende Ernährung, kein Ausgleich, schlechte Wohnverhältnisse, kein Sport. Dies alles kann die Leber – das Holzelement – anfeuern. Beide Ursachen treffen die Nährschicht und meist sogar die Blutschicht und ziehen das sogenannte „Blut“ in Mitleidenschaft. Die Erkrankung zeigt vorwiegend Hitzesymptome. Sie dringt je nach Abwehrkraft – Zheng Qi – und Stärke des pathogenen Faktors in die tieferen Schichten des Körpers und schädigt die Körpersäfte – Jin Ye und Xue. Im späten Krankheitsstadium wird oft die Erschöpfung der Körpersäfte und des Yin festgestellt.
Genaue Diagnose, richtige Behandlung
Man unterscheidet so mehrere Syndrome:
Blut Hitze, Blut Trockenheit, Blutstase, Nässe – Hitze, Feuer und Hitze Toxine, Leber Nieren Yin Schwäche. Die Differentialdiagnose ist sehr wichtig und muss genau gestellt werden. Je nach Beschwerdeform der Arthritis, der Psoriasislokalisation, Plaqueformen und den Nebensymptomen wird behandelt.
Akupunktur und Schröpfen helfen in akuten Fällen. Während des chronischen Verlaufs sind chinesische Kräuterrezepturen und Ernährung wichtiger. Die Kräuterrezepturen müssen von einem TCM Arzt genau zusammengestellt werden. Sie werden zwei Mal täglich über mehrere Monate eingenommen.
Die richtige Ernährung hilft
Ich möchte mich an dieser Stelle besonders auf die Ernährung konzentrieren. Diese ist für Sie leicht anwendbar. Generell für alle Formen der Psoriasis-Arthritis gilt: Vermeiden Sie zu viele Milchprodukte, Zucker, Rohes und Fett. Wir haben gesagt, dass bei dieser Erkrankung Körpersäfte durch Hitze konsumiert werden. Also vermeiden Sie anheizende und scharfe Nahrungsmittel. Pfeffer, Curry, Zimt, Nelken, Ingwer, Kümmel,
Chili, … sind ungünstig.
Scharfe und harte Getränke sind Gift. Leider kein Schnapserl oder Whisky mehr! Auch stark in Fett herausgebratene Schnitzel, Steaks oder Pommes Frites sind anheizend. Huhn, Lamm, Hirsch, Shrimps und Hummer sollten sie auch meiden. Keine Sorge, es bleiben genügend gute andere Nahrungsmittel über.
Ernähren Sie sich „kühl“
Ernähren Sie sich kühl neutral und vermehren Sie Ihre Körpersäfte und Ihr Yin. Trinken Sie ausreichend, sodass Ihre Haut und Ihre Gelenke gut umspült werden. Trinken Sie Wasser, Kräutertees, Grüntee, Jasmintee, Rotbuschtee, Mate, Fruchtsäfte mit Wasser verdünnt und wenn Sie Gusto auf Alkohol haben, dann nehmen Sie am besten ein Seiterl Bier. Essen Sie vorwiegend Gekochtes, Gedünstetes und Suppen sowie Eintöpfe. Die Zubereitungsformen mit Wasser sind in diesem Fall wesentlich besser.
Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Kresse und ein bisserl Muskat sind gut. Schwein und Rind sowie Fisch ist gut, Karotten, Rüben, Chinakohl (als Suppe oder Gemüse und nicht als Salat) sind ideal.
Äußerliche Behandlung
Zur äußerlichen Anwendung können Sie die befallenen Stellen mit Gurkensaft oder frischen reifen Gurken einreiben. Gurken sind stark kühlend und gut für die Haut. Johannesöl beruhigt die Stellen und kann immer wieder aufgetragen werden.
Sauerstoffbäder unterstützen Heilungsprozess
Sehr gut helfen auch Sauerstoffbäder, zum Beispiel in Rust (http://www.drescher.at ) – im Universitätsinstitut für klinische TCM. Es handelt sich um mit O2 angereichertes Wasser. Besonders die leicht entzündeten Randzonen der Psoriasisplaques werden so besser mit Sauerstoff versorgt und können vom Rand her verkleinert und geheilt werden. Etwa 20 Bäder sind ein Zyklus. Zwischen ein und drei Zyklen sind nötig.
Die Kombination von richtigem Essen, Kräutern, Tees und guter Lebensführung, sowie Akupunktur und Schröpfen in starken Phasen können Ihnen sehr gut helfen.
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