Nehmen Sie sich Zeit für die Massage Ihres Kindes und machen Sie es sich und dem Kleinen bequem. Achten Sie darauf, dass Störquellen wie etwa Handys ausgeschaltet sind und Aufmerksamkeit heischende Geschwister in der Schule oder im Kindergarten gut versorgt sind.
Der intensive und zärtliche Hautkontakt fördert die Entwicklung der Sinneswahrnehmung des Babys und die innige Bindung zwischen Eltern und Säugling wird verstärkt. |
Babymassage
Massage ist die Kunst durch Berührung zu heilen und Vertrauen zu geben. Und wer ist dazu bei einem Baby besser geeignet als die Mutter oder der Vater? Dieser intensive und zärtliche Hautkontakt fördert die Entwicklung der Sinneswahrnehmung des Babys und die innige Bindung zwischen Eltern und Kind wird verstärkt. Und was gibt es Schöneres, als die samtweiche Haut des Kindes liebevoll zu berühren? Das ist keine Erfindung unserer Zeit, Babymassage ist aus früheren Kulturen bekannt.
„Berührt, gestreichelt, massiert werden, das ist Nahrung für das Kind. Nahrung, die genauso wichtig ist wie Mineralien, Vitamine, Proteine. Nahrung, die Liebe ist“ (Frédérik Leboyer)
Vorbereitung der Massage
Nehmen Sie sich Zeit für die Massage Ihres Kindes und machen Sie es sich und dem Zwergerl bequem. Achten Sei darauf, dass Störquellen wie etwa Handys abgeschaltet und eventuell Aufmerksamkeit heischende Geschwister in der Schule oder im Kindergarten gut versorgt sind.
Achten Sie bitte auf eine angenehme Raumtemperatur und es ist sicher sinnvoll, wenn Ihr Baby jetzt nicht hungrig oder müde ist. Für schläfrige Kinder kann die Massage zu anstrengend sein und sie teilen Ihnen den Unmut über die Störung auch lautstark mit. Gönnen Sie Ihrem Baby die Ruhe und probieren es zu einem anderen Zeitpunkt wieder. Am besten ist Ihr Kind nackt und vielleicht können Sie die Massage ja mit dem Wickeln verbinden. Wenn es Ihnen und Ihrem Kind gefällt, können Sie ein Wenig Lotion oder Babyöl in Ihrer Hand anwärmen und damit den kleinen Körper sanft streicheln. Sie spüren, ob Ihrem Kind die Massage gefällt und an welchen Stellen seines Körpers es besonders gerne berührt werden will.
Tipps für eine gelungene Massage
Sie können in jedem Alter Ihres Babys mit der Massage beginnen, allerdings brauchen Sie bei Krabbelkindern mehr Zeit und Geduld für die Massage. Sie verbringen viel Zeit mit Ihrem Zwergerl und kennen es am besten, daher kennen Sie seinen Rhythmus auch ganz genau. Achten Sie auf diesen Rhythmus und planen Sie die Massage zu dem Zeitpunkt ein, an dem Sie und Ihr Kind ausgeruht und entspannt sind. Denn Sie sind der Spiegel Ihres Babys. Es reflektiert Ihre Stimmung und kann sich dann am besten entspannen, wenn auch Sie zur Ruhe gekommen sind. Vielleicht eignet sich ja der spätere Vormittag gut für eine Phase der Entspannung. Wie lange die Massage dauern soll, zeigt Ihnen das Kind. Wenn es beginnt, unruhig zu werden, sollten Sie diesen intensiven Babymassage sollte Ihnen und Ihrem Kind immer Freude bereiten und weder Zwang noch Routine sollten diese innige Begegnung belasten.
Vorteile der Babymassage
Nach neun Monaten in der geschützten Atmosphäre der Mutter tritt das Baby plötzlich in eine laute, raue, kalte Welt. Die Schwerkraft setzt mit Gewalt ein und das Neugeborene braucht Zeit um sich in dieser Umgebung zurecht zu finden. Sanfte Berührungen durch die Mutter schenken dem Baby Vertrauen und Geborgenheit. Die Mutter ist die einzige vertraute Person in der neuen und unbekannten Umgebung.
Medizinische Untersuchungen haben gezeigt, dass durch die Stimulation über die Massage die Myelin.-Bildung der Nervenfasern angeregt wird. Myelin ist ein Eiweiß, das die Nervenfasern umhüllt und für die Reizübertragung zwischen den einzelnen Nervenfasern zuständig ist. Je mehr Myelin gebildet wird, desto besser funktioniert die Reizübertragung.
Das Baby lernt über die Berührung seinen Körper besser kennen und dadurch wird die motorische Entwicklung gefördert. Anscheinend werden bei der Massage auch Hormone ausgeschüttet, die die Stressabwehr begünstigen und das Baby dadurch robuster machen. Massierte Babys schlafen besser sind aufmerksamer und zufriedener.
Durch die intensive Zuwendung durch die Mutter oder den Vater wird die Bindung vertieft, was sich auf spätere soziale Kontakte positiv auswirkt.
Und wo ist der Vorteil für Sie? Sie genießen entspannte Momente mit Ihrem Zwergerl, lernen Ihr Kind besser kennen und haben dadurch auch viel mehr Freude mit dem neuen Erdenbürger!
Wo lernen Sie Babymassage?
In Österreich werden Kurse an den Volkshochschulen angeboten, aber auch in Kliniken, wie Privatklinik Döbling in Wien.
Siehe auch die Weblinks.
Weiterführende Literatur
Christa Voormann/Govin Dandekar: Babymassage .Berührung, Wärme, Zärtlichkeit, Gräfe&Unzer, 2004
Frédérik Leboyer: Sanfte Hände. Die traditionelle Kunst der indischen Baby-Massage. Kösel, 2005
Bettina Schlömer: Babymassage. Körperliches und seelisches Wohlbefinden für Ihr Baby. Goldmann, 2004.
| IN UNSEREM SHOP Babymassage (GU Ratgeber Kinder) Autor: Christina Voormann und Govin Dandekar |
Rund ums Baby - Babymassage in Deutschland
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