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Aus dem Land der Beziehungen

Beziehungen - ein Lebensthema Autor: Sana Brauner am 22. Apr 2009

Text von Willibald Musil zum Thema: BEZIEHUNG(EN)

Etwas sehr Filigranes, würde ich sagen, ohne näher darüber nachzudenken.
Egal ob geschäftlicher Natur oder Privater.  Gegenüber steht ein Mensch der so individuell, wie man selbst ist.
Sie gleicht einem fein gewobenen Spinnennetz. Leicht zerstörbar und doch so widerständig wie die Chinesische Mauer.


 

Eine Beziehung eingehen birgt manchmal Risken. Sie liebäugelt sehr oft mit Hoffnung und verrät einem manchmal den eigenen Charakter.
Beziehung verlangt Vertrauen, ob jung, ob alt - ohne Vertrauen läuft in einer Beziehung, egal welcher Struktur rein gar nichts. Man will sich schließlich, sicher, geborgen, verehrt, platziert, geliebt, gebraucht fühlen.

Das sind aber andererseits eine Menge an Erwartungshaltungen die man auch selber dem Gegenüber bieten sollte: Yin-Yang. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, ob in Einklang mit der Natur, dem Business oder dem Herzen.
Beziehungen wachsen und entstehen aus Sympathie, einem angebotenem „Du“, aus erkennbaren Synergien oder wenn einfach „die Chemie stimmt“.

Ich bin kein Lateiner und will mir jetzt offen gestanden auch nicht den Kopf zerbrechen woher die Wurzel dieses Wortes stammt, weil ich einfach aus dem Bauch schreiben möchte, aus blanker Erfahrung.

Ja, sie sind etwas sehr Filigranes. Beziehungen - ein „falsches“ Wort kann viel zerstören, wenn man das Gegenüber nicht, bzw. noch nicht gut genug kennt.  Jeder hat seine Vorgeschichte. Jeder reagiert anders, jeder ist sein eigenes Individuelles, in sich. Eben einzigartig, unverwechselbar, unkopierbar in all seinen Schattierungen.

Wie wunderbar sind doch unbekümmert gewachsene Beziehungen die auf die frühe Jugend, auf die Kindheit zurückzuführen sind und ein Leben lang halten - beneidenswert.

Da entscheidet vorab Sympathie, da gibt es noch keine Missgunst, keinen Neid. Einfach ein unvoreingenommenes Aufeinander zugehen. Sich unbekümmert, frei von Zwängen austauschen, ohne aufpassen zu müssen, was man spricht, was ja heute schon oft zu Zwangsneurosen führt.

Beziehungen eingehen kann etwas sehr schönes sein, wenn man bereit ist das „Du“ etwas größer zu schreiben als das „Ich“. Aus eigenen Erfahrungen habe ich  gelernt, dass dies wohl auch manchmal ausgenutzt wird aber unterm Strich, die Erkenntnisse des Positiven weit überwiegen.

Die Menschen von heute, in dieser schnelllebigen hektischen  Zeit, sind es offensichtlich nicht mehr gewohnt, dass man Ihretwegen, allein der Person wegen, etwas tut, ohne gleich an Profit zu denken.

Man wurde eben von etwas „angezogen“. Was war es wohl? Die Lebendigkeit, das Aussehen, der Geruch, die Körpersprache, der angenehme Klang der Stimme.
Erst eines oder mehrere dieser Attribute  lässt es zu, eine Beziehung entstehen zu lassen und aus dieser mehr zu schöpfen, denn…
Gehen kann ich alleine, aber fliegen…

Ob eingefleischter Single, aus welchen Gründen auch immer oder glückliche(r) Ehefrau(-mann), die Zufriedenheit in der Beziehung findet bzw. kann man nur in sich selbst finden.
Jeder ist seines Glückes Schmied, wie es so schön heißt, doch stehen wir bei der Wahl nicht immer zu uns selbst, da schlägt uns dann eventuell unser Charakter ein Schnippchen.

Es gibt so unendlich viele „unehrliche“ Ehen (Beziehungen) die auf anderem als auf wirklichen Werten aufgebaut sind.

Früher gab es den Begriff „Lebens-Abschnitts-Partner“ nicht. Ist es heute „cool“, wieder einen neuen Lebensabschnittspartner zu haben? Will man heute einfach mehr erleben, immer mit neuen Partnern? Warum der krasse Wandel? Wann hat der eine Partner „ausgedient“ um dem nächsten Platz zu machen für ein neues Abenteuer? Braucht Mann/Frau heute mehr Bestätigung seiner/ihrer selbst um noch „überleben“ zu können, in dieser momentanen „Karrieretrip-Welt“.

Wir werden uns sicherlich schon sehr bald auf das Wesentliche besinnen müssen und alte, wirkliche Werte, wie Treue, Freundschaft, Miteinander, Füreinander, Zueinander, werden wieder ihren Platz einnehmen. Dort, wo sie seit Menschen Gedenken hingehören, …
in unsere Herzen.

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