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Atomenergie-Film YELLOWCAKE macht Schluss mit der Uranlüge

Das Yellow Cake Plakat Autor: Sana Brauner am 25. Mär 2011
Der Film begleitet einige Jahre lang das größte Sanierungsprojekt in der Geschichte des Uranerzbergbaus – ein Projekt, das von der bundesdeutschen und internationalen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird.

In einer Zeit der neuen nuklearen Euphorie nimmt der Film den Zuschauer mit auf eine Reise, die von den ehemaligen ostdeutschen Uranprovinzen Thüringen und Sachsen zu den großen Uranminen der Welt in Namibia, Australien und Kanada führt.
Der Anfang der nuklearen Kette ähnelt einer Terra incognita. Über dem
Uranerzbergbau liegt seit fünfundsechzig Jahren ein Geflecht aus
Geheimhaltung und Desinformation. Weltweit und bis heute. Selbst in den
jüngsten Debatten über die Kernenergie spielen die verheerenden Folgen des
Uranerzbergbaus keine Rolle. Im Herbst 2009 beschließt die neue deutsche
Regierungskoalition den Ausstieg vom Ausstieg, obwohl Deutschland allen Grund
zur Sensibilität hat: In Sachsen und Thüringen existierte bis zur politischen
Wende der drittgrößte Uranbergbau der Welt. Er trug den Tarnnamen Deutsch-
Sowjetische Aktiengesellschaft WISMUT. Bis 1990 lieferte die WISMUT 220.000
Tonnen Uran in die Sowjetunion. Rechnerisch reichte das aus für den Bau von
32.000 Hiroshimabomben. Für jede Tonne musste das Zehntausendfache an Gestein
aus der Erde geholt, verarbeitet und irgendwo gelagert werden. Unvorstellbare
Mengen hochgiftiger und radioaktiver Hinterlassenschaften sind das Ergebnis.
Seit zwanzig Jahren versuchen nun Tausende ehemalige Bergleute mit
gigantischem Aufwand, ihre Vergangenheit zu bewältigen. Die Beseitigung des
radioaktiven Mülls kostet den Steuerzahler am Ende fast sieben Milliarden
Euro, doch ein Ende ist noch nicht in Sicht.
Während die Frage unbeantwortet bleiben muss, ob man die radioaktiven
Hinterlassenschaften des Uranerzbergbaus für Jahrtausende sichern kann,
steigt der Weltmarktpreis für Uran unablässig. Im Laufe der Arbeit an diesem
Film um das Zwanzigfache!

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