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Atemwegsinfekte: Komplementärmedizin wirkt vielfach besser als Antibiotika

Neues Therapeutikum aus Südafrika - Pelargonium sidoides - © www.kaloba.at Autor: Sana Brauner am 26. Nov 2010
Schätzungen zufolge sind bis zu 90 Prozent aller Atemwegsinfekte viral bedingt. In vielen Fällen werden Antibiotika verordnet - sie schädigen jedoch die körpereigene gesunde und für die Abwehrkraft notwendige Keimflora und tragen zur individuell und global zunehmenden Antibiotikaresistenz bei. Wesentlich wirkungs- und sinnvoller ist häufig der Einsatz komplementärmedizinischer Maßnahmen gegen Erkältungskrankheiten, betonen Experten.

Unter dem Handelsnamen Kaloba® in Apotheken erhältlich - © www.kaloba.at

Risiko für Asthma und Neurodermitis steigt

Die Folgen unreflektierter Antibiotikagaben reichen über die Gefahren der Resistenzentwicklung noch weit hinaus. Eine aktuelle Studie aus Schweden (Metaanalyse des „Swedish Institute for Infectious Disease Control“) ergab, dass eine siebentägige Antibiotikagabe die Darmflora bis zu zwei Jahre lang beeinträchtigen kann. Dies führt zu einer Schwächung des Immunsystems. Die Entstehung von Asthma und Neurodermitis wird begünstigt.

Antibiotikaresistenzen bei Kindern

Antibiotikaresistenzen werden zunehmend auch schon bei Kindern festgestellt. „Je häufiger kleine Kinder Antibiotika einnehmen müssen, desto größer ist ihr Risiko, an Asthma zu erkranken“, betont die Allgemeinmedizinerin Dr. Petra Maria Orina Zizenbacher. Eine große kanadische Studie zeigte, dass Kinder, die bereits im ersten Lebensjahr Antibiotika einnehmen müssen, besonders häufig noch vor dem siebten Geburtstag Asthma entwickeln. Die Gefahr wächst zudem mit jeder Antibiotikakur, wie ein Wissenschaftlerteam der University of Manitoba nachwies: Babys, die mehr als viermal Antibiotika schlucken, tragen ein 1,5-fach erhöhtes Asthmarisiko.

Wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung

In der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten spielen eine vitaminreiche Ernährung sowie maßvoller Sport eine maßgebliche Rolle. Bei Neigung zu Erkältungskrankheiten sind Warm-Kalt-Wechselbäder oder Kneippanwendungen sinnvoll. „Wichtig ist auch, dass die Darmflora in Ordnung ist“, erklärt Dr. Christian Plaue, Leiter des Referats für Komplementärmedizin, Ärztekammer Wien. Besonders bei Kindern fehlen nach häufiger Antibiotikagabe gerade jene Bakterien, die im Darm in Kooperation mit dem dort ansässigen Immunsystem dafür zuständig sind, die Abwehr gegen Krankheitserreger im Bereich der Atemwege zu verstärken.

Natürliche Methoden helfen

Dr. Plaue: „Zur Verkürzung der Krankheitsdauer eignen sich unter anderem diverse Erkältungs- oder Grippetees, die entweder die Abwehrkräfte stärken oder das Abhusten und die Ausscheidung von Schleim aktivieren und den Stoffwechsel anregen. Sie enthalten Eibisch, Lindenblüten, Hollunderblüten, Spitzwegerich, Salbei, etc. Sehr gute Erfahrungen habe ich auch mit homöopathischen Arzneimitteln sowie mit Vitamin C in Gramm-Dosierung.“ 

Neue Therapieoption aus Südafrika

„Pflanzliche Arzneimittel eignen sich zur Behandlung von ‚Erkältungen‘ besonders gut“, bestätigt auch Univ.-Prof. Mag. Dr.Wolfgang Kubelka, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie. Die breite Auswahl an Pflanzenheilmittel (Phytopharmaka) wird neuerdings durch ein Extrakt (EPs® 7630, Kaloba®) aus den Wurzeln der Kapland Pelargonie bereichert: Diese werden heute in Südafrika aus Kulturen gewonnen und nach einem standardisierten Verfahren zu einem Extrakt von konstanter Qualität verarbeitet.

Vom Evergreen zum Trendsetter

Aufgrund der synthetischen Präparate ist das alte Heilmittel in Vergessenheit geraten, bis es in Europa in den 70er Jahren ein Comeback erlebte und in zahlreichen klinischen Studien reüssierte. Heute gilt der Pelargonium sidoides Extrakt– zugelassen unter dem Handelsnamen Kaloba (in Österreich) und Umckaloabo (in Deutschland) - als das am besten erforschte und belegte natürliche Erkältungsmittel, zugelassen auch für Kinder ab einem Jahr.
Der Grund: Seine Wirkung bei Bronchitis, Rhinopharyngitis (akute Erkältung), Sinusitis (Schnupfen) und Angina tonsillaris (abhängig von der lokalen Zulassung) wurde in mehr als 20 klinischen Studien mit unterschiedlichen Designs (placebo-, referenz-kontrolliert, offen und Anwendungsbeobachtungen) an insgesamt mehr als 10.000 Patienten, davon 4.000 Kindern unter 12 Jahren, getestet und bestätigt.
Seit November 2007 ist der Spezialextrakt EPs®7630 (so die Bezeichnung des von der Firma Schwabe entwickelten Extraktes aus den Pelargonie sidoides Wurzeln) zur Behandlung von Erkältungskrankheiten auf dem Markt und unter dem Handelsnamen Kaloba® in allen Apotheken als Lösung und als Tabletten erhältlich.
 

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