Autor: Angel (-ika M.) Wohofsky am 03. Sep 2010 Am 02. September 2010 öffnet die heurige Ars Electronica ihre Türen in der Alten Tabakfabrik. Bis zum 11. September stellt man Innovationen im Bereich Gesellschaft, Kultur, Technik, Umwelt, Entwicklung... vor. Mit dabei der Raum "NANK", ein Projekt für "Neue Arbeit und Neue Kultur".
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Neue Arbeit.
Der Begründer der Neuen Arbeit wird ebenfalls anwesend sein. Frithjof Bergmann, seines Zeichens Philosoph und Denker, steht sinnbildlich für eine konsequent neue Haltung zum Thema Arbeit. Arbeit definiert er als etwas, was wir "wirklich wirklich wollen" (www). Schon bei der Sommerwoche der Zukunftsakademie SPES in Schlierbach im Juli 2010 diskutierte Bergmann mit dem Neurowissenschafter Gerald Hüther über die Begeisterung in Arbeitsprozessen. Erst wenn wir wirklich das tun, was uns begeistert, erst dann werden wir zufriedenstellende Arbeitsumfelder haben. Urlaub nehmen zu müsssen sei nur Ausdruck einer permanenten Überlastung. Wer mit Freude arbeitet, benötigt keinen Urlaub. Kann die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit beliebig und frei ziehen. Betreibt Gesundheitsvorsorge auf ganz individuellem Niveau. Dafür bedarf es eines umfassenden Wandels in Gesellschaft, Wirtschaft, Erziehung, Bildung und Beziehungskultur.
Lohnarbeit vor dem Aus.
Aber auch der Umstand, dass in den kommenden Jahren die Lohnarbeitsmodelle nur mehr schwer aufrecht zu erhalten sein werden, lässt Bergmann innovative Lösungen beschreiben. Ein Technologiezentrum in jedem Dorf, in dem man alles zum Leben selbst erzeugt, das wäre Arbeit, die zufrieden macht. Oder auch die Selbstversorgung mit Lebensmitteln, gelebte Kreativität und Individualität zählen zum Modell der Neuen Arbeit. Damit bläst man ins selbe Horn wie Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky in seinem Buch "2020. So leben wir in der Zukunft". Dann nämlich wird die Technik unseren Alltag bestimmen und vieles automatisiert erzeugt werden, wofür wir heute noch Arbeitskräfte benötigen. Auf die Technik setzt auch Bergmann. Sie müsse nur innovativ und neu gedacht und angewandt werden und in kleinen überschaubaren Strukturen zur Anwendung kommen.
Innovative Weltretter.
Im Rahmen von NANK werden auf der Linzer Ars Electronica neben Frithjof Bergmann auch technische Innovationen zu sehen sein. Ein Baby Jet, der in einer Vakuumröhre mit Überschallgeschwindigkeit fährt. Wien - Linz hätte dann eine Fahrzeit von neun Minuten. Oder auch die Nutzung von Algen des Entwicklungsforschers Staudinger (ein Oberösterreicher) für die Treibstoff- und Energiegewinnung.
Am Sonntag, den 05. September, steht die alte Tabakfabrik in Linz im Rahmen der Ars als "open source day" zur Verfügung. Besucher können schnuppern, informieren und die Akteure dieser bereits lebenden positiven Zukunft selbst treffen. Die Ars ist ab 10.00 Uhr geöffnet.
-Angel/PROJEKT LIFE-
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