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Also ist doch wirklich 'jeder seines Glückes Schmied'.

Glück gleich einem Feuerwerk wollen wir alle Autor: Harald Hutterer am 27. Okt 2007
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Glück zu definieren. Aus der Sicht der Psychologen ist Glück eine starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand höchster Zufriedenheit. Echtes Glück besteht nach dem US-Glücksforscher Seligman in einer Synthese von drei Bestandteilen: aus dem angenehmen Leben (Genuss), dem guten Leben (Engagement, Erfüllung persönlicher Sehnsüchte) und dem sinnerfüllten Leben (Erreichen erstrebenswerter Ziele).

Determinanten des Glücks

Im Deutschen hat Glück zwei Bedeutungen: Glück haben und Glücklichsein

Glück haben und Glücklichsein

Im Deutschen hat Glück zwei Bedeutungen: Glück haben und Glücklichsein, was leicht zu Missverständnissen führt. In anderen Sprachen gibt es dafür verschiedene Begriffe, wie etwa im Englischen luck and happiness.
In der Folge geht es in diesem Artikel um Glück im Sinne von Glücklichsein.
Das Thema Glück wird im deutschsprachigen Raum wissenschaftlich noch wenig bearbeitet. Im Gegensatz dazu gibt es im englischsprachigen Raum seit Jahrzehnten moderne Glücksforschung, die in strenger Wissenschaftlichkeit zu klaren, praktisch umsetzbaren Ergebnissen kommt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Glück zu definieren.
Aus der Sicht der Psychologen ist Glück eine starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand höchster Zufriedenheit.

Echtes Glück besteht nach dem
US-Glücksforscher Seligman in einer Synthese von drei Bestandteilen:
aus dem angenehmen Leben (Genuss),
dem guten Leben (Engagement, Erfüllung persönlicher Sehnsüchte) und
dem sinnerfüllten Leben (Erreichen erstrebenswerter Ziele).


In vielen Untersuchungen wurde übereinstimmend festgestellt, dass das Glück mit dem Einkommen nur über eine beschränkte Strecke ansteigt. Sobald die Grundbedürfnisse befriedigt sind, entsteht durch mehr Wohlstand nur mehr wenig bis gar kein Zuwachs an Glück. In den USA ist innerhalb von 30 Jahren, in denen sich das durchschnittliche Einkommen mehr als verdoppelt hat, die Zahl der Menschen, die sich als sehr glücklich bezeichnen, zurückgegangen (35 % -> 30 %). Es ist sogar der Anteil jener gesunken, die mit ihrer finanziellen Lage „ganz zufrieden“ sind (42 % -> 30 %).


Das Streben nach immer mehr Wohlstand und nach dem damit verbundenen Status (im Vergleich zu anderen) führt für viele in ein echtes Suchtverhalten. Damit entsteht ein dauerhafter Zustand der Unzufriedenheit, in dem kein nachhaltiges Glück entstehen kann.
Untersuchungen haben auch gezeigt, dass das Anstreben nicht materialistischer Ziele das Glück wesentlich stärker beeinflusst als das von materialistischen Zielen.
In der wissenschaftlichen Literatur herrscht weitreichende Übereinstimmung in dem Befund, dass eine Entwicklung weg von negativen Gefühlslagen hin zu positiven, also die Hebung des Glücksniveaus, definitiv der psychischen und physischen Gesundheit förderlich ist.

Der US Psychologin Sonja Lyubomirsky zufolge lassen sich die bestimmenden Faktoren für das persönliche Glück in drei Kategorien unterteilen:
Lebensvorgaben,
Lebensbedingungen und
vorsätzliche Aktivitäten.
Diesen weist sie auf Basis zahlreicher Studien einen jeweiligen Anteil am andauernden Glück des Menschen von 50%, 10% und 40% zu.

Unter Lebensvorgaben versteht sie physische und genetische Voraussetzungen. Den Lebensumständen, wie Einkommen und Gesundheit, spricht sie nur 10% Einfluss zu. Das erklärt sie durch die Tendenz, sich an neue (bessere) Lebensumstände bald zu gewöhnen. Die Erfüllung der Grundbedürfnisse nimmt sie davon jedoch aus. Als einen der wichtigsten Einflussgrößen nennt sie die vorsätzlichen Aktivitäten, „die breite Palette von Dingen, die man im täglichen Leben tun und denken kann.“ Lebensumstände passieren dem Menschen und vorsätzliche Aktivitäten beschreiben die Art, wie er mit diesen Umständen umgeht.
Das bedeutet, wir haben vier Mal mehr Möglichkeiten, unser Glücklichsein selbst zu bestimmen als uns die veränderbaren äußeren Umstände scheinbar erlauben. Glücksgefühle sind keine Zufälle, sondern die Folge der richtigen Gedanken und Handlungen. Das ist die Auffassung sowohl der antiken Philosophie, als auch der modernen Neurowissenschaft. Also ist doch wirklich „jeder seines Glückes Schmied“.

Links:
www.gluecksnetz.de
www.kommdesign.de/texte/flow.htm
www.heartsopen.com
http://www1.eur.nl/fsw/happiness
www.faculty.ucr.edu/~sonja
www.authentichappiness.sas.upenn.edu
http://science.orf.at/science/news/149455
www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,411788,00.html
www.morethanmoney.org/magazine/current_issue/mtm38_know.htm

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