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ABC-Elternführerschein® für eine gute Fahrt durch das Leben mit Kinder

Foto: Eugen Kment Autor: Sana Brauner am 13. Jun 2009
Worum geht es eigentlich bei diesem ABC-Elternführerschein®?

Es ist die Weiterentwicklung eines bewährten Trainingskonzepts der Elternwerkstatt, dem „Kommunikationstraining für Eltern“, das von Frau Mag. Maria Neuberger-Schmidt entwickelt und 2003 markenrechtlich geschützt  wurde, aufbauend auf den Grundlagen der humanistischen Psychologie. Dieses Seminar wurde vom Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen als förderungswürdig anerkannt. Namhafte Persönlichkeiten wie Prof. Max Friedrich unterstützen die  Arbeit.

Mag. Maria Neuberger-Schmidt

Eltern als Führungskräfte

Mag. Maria Neuberger-Schmidt, Autorin und Obfrau der Elternwerkstatt gibt Antworten auf folgende Fragen:

Weshalb gerade „ABC“?

Wir arbeiten zielgruppenorientiert: (A) steht für Eltern von Kleinkindern, (B) für Eltern von Schulkindern und (C) für Eltern von Pubertierenden und Jugendlichen. ABC symbolisiert auch das Basiswissen, das wir vermitteln. Wenn man es anwendet, gestaltet sich der Erziehungsalltag um vieles leichter und erfolgreicher.

Warum das Wort „Elternführerschein“? Muss man da Prüfungen bestehen?

Von uns erhalten Eltern eine Teilnahmebestätigung über den Kursbesuch. Die Prüfung müssen sie bei ihren Kindern ablegen – wie eh und je. Das Wort „Führerschein“ ist symbolisch zu verstehen. Wir sind der Meinung, dass man eine so wichtige Aufgabe wie die Kindererziehung nicht dem Zufall überlassen soll. Mit einer soliden Ausbildung erwerben Sie mehr Sicherheit, Gelassenheit und Kompetenz. Gerade in unserer heutigen pluralistischen Gesellschaft ist es wichtig, dass Eltern selber klare Vorstellungen haben, was ihnen bei der Erziehung ihrer Kinder wichtig ist und wie sie es umsetzen können.

Was ist das „3-Körbe-Prinzip“?

Diese 3 Körbe stehen für Freiheit, Mitsprache und Gehorsam. Wir sehen Eltern als Führungskräfte, die diese Elemente in angemessener Weise im Erziehungsalltag einbringen – je nach Alter, Situation und Befinden des Kindes.
Der autoritäre, unterdrückende Erziehungsstil früherer Generationen hat elterliche Autorität häufig zu Machtmissbrauch und Gewaltanwendung verleitet. Das ist heute zu Recht verpönt. Erfreulicherweise bemühen sich viele moderne Eltern, ihren Kindern ausreichend Freiheit und Mitsprache zu gewähren, beachten aber häufig zu wenig die Notwendigkeit des Grenzen Setzens. In der Praxis sieht das - überzeichnet gesagt - so aus: „alle Rechte den Kindern, alle Pflichten den Eltern“. Mit der Zeit fühlen sich die Erwachsenen dann überfordert und hilflos – um dann manchmal erst recht unberechenbare und autoritäre Handlungen zu setzen.
Den Kindern wiederum fehlt es an Respekt, Halt und Orientierung und an der Fähigkeit, sich in Gemeinschaften einzugliedern und sinnvolle Autoritäten anzuerkennen (Lehrer, Vorgesetzte, Gesetze, etc.)

Deshalb ermutigen wir unsere TeilnehmerInnen, sich zu ihrer elterlichen Autorität zu bekennen und ein Gespür dafür zu entwickeln, in welcher Situation ihre Kinder Freiheit brauchen (z.B. um Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken), wann und wie sie sie mitbestimmen lassen können und sollen und wann es schlicht und einfach um Gehorsam geht und wie sie Grenzen setzen, ohne zu verletzen. Ich verwende bewusst dieses heute ungeliebte Wort „Gehorsam“, weil mir eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit elterlicher Macht und Autorität wichtig scheint. Natürlich sollen Kinder auch die Möglichkeit haben, zu widersprechen und den eigenen Willen durchzusetzen. Der ABC-Elternführerschein® steht für eine „Kultur des Widerspruchs“, die nicht nur in der Familie, sondern in jeder demokratischen und mündigen Gesellschaft notwendig ist. Die Verantwortung und die Führungskompetenz muss aber bei den Eltern bleiben.

Was wird konkret in Ihren Seminaren vermittelt?

Zum einen geht es um entwicklungspsychologische Grundlagen über die körperlichen, emotionalen und sozialen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Kindes zum jeweiligen Entwicklungsstand, zum anderen um das Kennen lernen und um die Anwendung wirksamer Methoden und Kommunikationswerkzeuge für die tägliche Interaktion mit Kindern – die übrigens auch in vielen anderen Situationen hilfreich sein können. Schlüsselqualifikationen sind dabei das aktive Zuhören, das Eltern-Coaching, wirksame Ich-Botschaften und Konfliktmanagement. 

Weiters haben die Teilnehmer Gelegenheit, im Erfahrungsaustausch mit anderen sich ihre eigenen Werte bewusst zu machen und die neuen Anregungen zu hinterfragen. Denn nur so können sie sich die neuen Methoden zu eigen machen und ihren ganz persönlichen Erziehungsstil entwickeln, indem sie Gelegenheit haben, Neues mit Altem zu vergleichen, zu prüfen und in ihr Leben zu integrieren.

Das alles geschieht in Gruppenarbeit, anregenden Diskussionen, Rollenspielen  und praktischen Übungen.

Gegen Ende des Seminars schauen wir uns die anfangs erstellte Liste zu der Frage „Was wollen Sie hier lernen?“ nochmals an, um zu überprüfen, ob die Anliegen jedes Teilnehmers auch wirklich behandelt wurden.

Reichen sechs Abende aus, um alle Fragen zu beantworten und die neuen Kompetenzen bleibend zu verankern?

Nicht immer. Die TeilnehmerInnen (Eltern, PädagogInnen und manchmal auch Großeltern) haben Gelegenheit, Einzelgespräche nach Bedarf und Ermessen  in Anspruch zu nehmen – außerdem gibt es Übungsabende zum Austauschen, Üben und Vertiefen sowie Angebote mit weiterführenden themenspezifischen Schwerpunkten.

Mag. Maria Neuberger-Schmidt
Tel.: +43 (0)1/66 22 006
 

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IN UNSEREM SHOP

Erziehung ist (k)ein Kinderspiel, Band 1 Autor: Maria Neuberger-Schmidt

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