Autor: Michael Gosch am 29. Jan 2010 vorgeschlagen von Marko Pogacnik, übersetzt von Jutta Borchert
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Seit jeher macht mir der Ausdruck zu schaffen, den Jesus von Nazareth benutzte, um
eine spezifische Dimension der Realität zu beschreiben, die „in uns ist und um uns
herum ist, aber wir sehen sie nicht“. Ich spüre, dass hier ein bedeutender Schlüssel für
die gegenwärtige Rekonstruktion des Raumes der Realität, in der wir leben, ist. Für
gewöhnlich nannte er diese Dimension in der biblischen Sprache das „himmlische
Königreich“, aber ich bin nicht sicher, ob die Übersetzung aus dem Aramäischen korrekt
ist. Manchmal wird es auch als das „Königreich Gottes“ übersetzt, was bedeuten würde,
dass es eine Dimension der Realität ist, durch die sich die göttliche Präsenz hier und
jetzt ausdrücken kann.
Nach meiner Wahrnehmung ist dieses „Königreich“ eine autonome Welten-Sphäre, die
das, was ich „Erd-Kosmos“ nenne, mit erschafft. Überraschenderweise hat Jesus sie
immer mit ethischen Qualitäten, nicht aber als eine energetische Dimension
beschrieben.
Ich glaube, dass das „himmlische Königreich“ sich auf die unfassbarste aller Welten-
Dimensionen bezieht. Es gibt keinerlei Materie oder Energie, die fein genug wäre, um
ihre Manifestation zu ermöglichen. Was fein genug ist, sind ethische Qualitäten, die im
menschlichen Herzsystem verankert sind. Wenn sie nicht schwingen, kann auch das
„himmlische Königreich“ nicht als eine Dimension der Realität existieren. Das bedeutet,
dass ethische Qualitäten keine Frage der Moral sind, sondern kreative Werkzeuge, um
die Welt schöner und voller Leben zu machen.
Die Meditation dient dazu, unsere bewusste Mit-Schöpfung der unfassbartsen Schicht des Lebens zu unterstützen.
- Sei verbunden und emotional präsent.
- Stelle dir vor, dass das Element Wasser sich im unteren Bereich deines Körpers
konzentriert.
- Gleichzeitig konzentriert sich die Kraft des Lichts (Element Feuer) im oberen
Bereich deines Körpers oberhalb der Schulter.
- Nun steigt das Wasser-Element in Form eines tanzenden Wirbels auf zu deinem
Herzzentrum, und das Element Feuer steigt herunter zum selben Ziel. Nimm dir
Zeit für diesen Tanz von Feuer und Wasser im Raum deines Herzens.
- Dann verbinde beide Elemente mit einer ethischen Qualität deiner Wahl.
- Die nun entstehende Synthese repräsentiert eine von vielen Eckpfeilern des
sogenannten „himmlischen Königreiches“.
- Sei dir bewusst, dass es andere Menschen gibt, die andere Eckpfeiler dieses
gerade entdeckten Raumes der Realität errichten.
- Nun vergesse alle Vorstellungen, und trete durch dein Herz in diesen Raum der
Realität ein. Versuche, ihn zu spüren oder wahrzunehmen, um seine Existenz zu
bestätigen.
Marko Pogacnik, übersetzt von Jutta Borchert
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