Autor: Sana Brauner am 03. Feb 2010 Was du warst bereits vier Mal in Luang Prabang! Toll, dann kannst du mir gleich ein paar Tipps geben, sagte ich zu Waltraud. Das Gespräch verlief im Tao Garden, einem spirituellem Zentrum im Norden Thailands, wo sich auch die Stadt Chiang Mai befindet. Von Chiang Mai aus ist man in nur einer Flugstunde in Luang Prabang.
|
Doch Flüge gibt es auch von Bangkok, Siem Reap (Kambodscha), Hanoi (Vietnam) und Kuala Lumpur (Malaysia) nach Laos.
Ja, die entzückende Stadt Luang Prabang befindet sich in Laos, das an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar grenzt und sechs Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km² hat. Im Vergleich zur Hauptstadt Vientiane, die das politische Zentrum von Laos ist, ist die Stadtgeschichte Luang Prabangs untrennbar mit der Entstehungsgeschichte von Laos verknüpft. Das historische Zentrum der Stadt ist kultureller Mittelpunkt des Landes. Sie liegt auf rund 300 Meter Höhe zwischen dem Mekong und seinem Nebenfluss Nam Khan und ist ein Handelszentrum für Reis, Kautschuk und Teakholz. Außerdem werden handwerkliche Produkte wie Holzarbeiten, Textilien, Papier hergestellt.
Die Französische Kolonialzeit (1893–1953)
Laos geriet ins Fadenkreuz der machtpolitischen Rivalität zwischen Frankreich und England. Frankreich hoffte, den Mekong flussaufwärts fahrend, nach Südchina gelangen zu können, doch erwies sich der Mekong als nicht durchgängig schiffbar. Dennoch waren die Franzosen an einer politischen Kontrolle von Laos als strategischer Absicherung ihrer Kolonie Vietnam interessiert. Geschickt taktierend nutzte Frankreich die Bedrängnis, in der sich die Laoten angesichts der Überfälle durch chinesische Banden 1887 befanden und erklärte die Region von Luang Prabang kurzerhand zum Protektorat ihrer Kolonie Union Indochinoise (1893–1954). Im Jahr 1953 wurde Laos die politische Unabhängigkeit gewährt.
Mit der Privatisierung des Tourismus 1991 wurde die einzigartige kulturhistorische Bedeutung von Luang Prabang erkannt. 1995 wurde Luang Prabang zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. 32 buddhistische Klöster sowie die gesamte französische Kolonialarchitektur in der Stadt wurden unter Denkmalschutz gestellt und werden seitdem restauriert.
So besuchen die meisten Gäste Luang Prabang um einfach diesen außergewöhnlichen Charme für einige Tage zu genießen. Sich den Gaumenfreuden der vielfältigen und gehobenen Küche zu widmen, durch die stilvollen Galerien zu schlendern, am Nachtmarkt Souvenirs zu erstehen, prächtige Tempelanlagen und den Königspalast – das jetzige Nationalmuseum - zu besichtigen, Mönche bei ihren Spaziergängen zu beobachten und einige der wirklichen empfehlenswerten Ausflüge außerhalb der Stadt zu unternehmen.
Wie z.B. die Pak Ou-Kalksteinhöhlen, direkt an den Uferklippen des Mekong, etwa 25 Kilometer nördlich von Luang Prabang, sind einer der bedeutendsten buddhistischen Wallfahrtsorte in Laos.
Der Kuang-Si-Wasserfall ist entweder per Auto zu erreichen oder kann auch als Tagesausflug mit dem Rad und Kajak erlebt werden. Vor Ort gibt es die Möglichkeit einen Elefantenritt zu machen oder per Zip-Line einen Adrenalinkick zu erfahren.
Der kleinere, aber weiterläufigere und nähergelegene Tat-Se-Wasserfall ist ideal zum Schwimmen und für einen kleinen Spaziergang durch den Urwald.
Auch wunderschöne Bootsfahrten auf dem Mekong laden ein um die malerischen Landschaften und das Leben am Fluss kennen zu lernen.
Somit ist diese exotische klingende Stadt Luang Prabang – zwar klein, fein und noch geheim – doch von Jahr zu Jahr lockt dieses Juwel am Mekong immer mehr Besucher aus aller Welt. Und manche sogar immer wieder.
| IN UNSEREM SHOP Travel Handbücher Laos Autor: Jan Düker, Annette Monreal |
Hilfe
Als Mitglied können Sie auf Facebook einen Kommentar posten. Dazu müssen Sie sich einloggen.









