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Es tut mir leid und Ich liebe dich

Foto: MEV - Wir sind ein Meer von Bewusstsein - jeder als Teil eines Ganzen Autor: Sana Brauner am 29. Okt 2009
Dieser Artikel wurde von Dr. Joe Vitale verfasst -
Vor zwei Jahren hörte ich von einem Therapeuten in Hawaii, der eine ganzen Trakt geistig kranker Krimineller geheilt hatte – ohne je einen von ihnen gesehen zu haben. Der Psychologe befasste sich mit den Unterlagen eines Insassen und schaute dann auf sich selbst, wie er die Krankheit jener Person erschaffen hatte.

Verwurzelung Foto: Silvia Majka

Hawaiianische Heilprozess namens Ho'oponopono

Indem er an sich selbst arbeitete, verbesserte sich der Zustand des Patienten!

Als ich diese Geschichte zum ersten Mal hörte, dachte ich, sie sei eine urbane Legende.
Wie könnte jemand einen anderen dadurch heilen, dass er sich selbst heilte?
Wie könnte selbst der beste Selbst-Verbesserungs-Meister einen kranken Kriminellen heilen? 

Es ergab keinen Sinn. Es war nicht logisch, so wandte ich mich von der Geschichte wieder ab.
Ein Jahr später hörte ich wieder davon. Ich hörte, dass der Therapeut einen Hawaiianischen Heilprozess namens Ho’oponopono angewandt hatte. Ich hatte noch nie davon gehört, aber es ging mir nicht mehr aus dem Sinn. Wenn die Geschichte wirklich wahr wäre, dann musste ich mehr darüber wissen. Ich hatte unter „totaler Verantwortung“ immer verstanden, dass ich dafür verantwortlich bin, was ich denke und tue. Alles, was darüber hinaus geht, ist nicht mehr in meiner Hand. Ich glaube, die meisten Menschen teilen diese Ansicht über totale Verantwortlichkeit.
Wir sind verantwortlich dafür, was wir tun,
nicht dafür, was jemand anderer tut
- aber ist das richtig und vollständig ?

Der Hawaiianische Therapeut, der jene geistig kranken Menschen geheilt hatte, lehrte mich eine fortgeschrittene neue Perspektive zu totaler Verantwortung. Er heißt Dr. Ihaleakala Hew Len.

Bei unserem ersten Telefonat sprachen wir wahrscheinlich eine Stunde lang. Ich bat ihn, mir die gesamte Geschichte von seiner Arbeit als Therapeut zu erzählen:

Er berichtete, dass er seit vier Jahren am „Hawaii State Hospital“ arbeitete. Die Station, wo die geisteskranken Kriminellen untergebracht waren, war gefährlich.

Die Psychologen hatten durchschnittlich monatlich gekündigt. Das Personal war häufig krank oder kündigte ebenfalls nach kurzer Zeit. Die Leute gingen mit dem Rücken zur Wand durch diese Station, weil sie Angst hatten, von den Patienten attackiert zu werden. Es war kein angenehmer Ort, weder um dort zu leben, noch dort zu arbeiten oder auf Besuch zu kommen.

Dr. Len erzählte mir, er würde die Patienten nie sehen. Er hatte ein Büro und dort sah er ihre Unterlagen durch. Während er sich damit beschäftigte, arbeitete er an sich selbst. Und indem er an sich selbst arbeitete, begannen die Patienten gesund zu werden.

Nach ein paar Monaten konnten Patienten, die zuvor angekettet waren, frei herumlaufen, erzählte er mir. Andere, die schwere Medikamente zu sich genommen hatten, konnten von den Medikationen herunter kommen. Und jene, die nie eine Chance auf Freilassung hatten, wurden freigelassen.

Ich staunte.
Aber nicht nur das, fuhr er fort, das Personal begann an der Arbeit Gefallen zu finden.
Die häufige Abwesenheits- und Kündigungsfälle verschwanden. Schließlich hatten wir mehr Personal, als wir brauchten, denn Patienten wurden entlassen und das gesamte Personal war stets da. Heute ist diese Station geschlossen.

An diesem Punkt musste ich die Millionen-Dollar-Frage stellen:
Was taten Sie mit sich, das die Veränderung an den Leuten verursachte?
Ich heilte ganz einfach den Teil in mir, der dies kreiert hatte, sagte er.

Ich verstand nicht. Dr. Len erklärte, totale Verantwortlichkeit für dein Leben bedeute, dass alles in deinem Leben – einfach aus dem Grund, weil es in deinem Leben ist – deiner Verantwortung unterstünde. In einem buchstäblichen Sinn ist die ganze Welt deine Schöpfung.

Wow! Das ist harte Kost. Für das, was ich sage oder tue, verantwortlich zu sein, ist eine Sache. Für das, was jemand anderer in meinem Leben sagt oder tut, verantwortlich zu sein, ist allerdings eine andere Sache. Die Wahrheit aber ist: Wenn du vollkommene Verantwortung für dein Leben übernimmst, dann ist alles, was du siehst, hörst, schmeckst, berührst oder in irgendeiner Weise erfährst, in deiner Verantwortung, weil es dein Leben ist. Das heißt, die Handlungen von Terroristen, vom Präsidenten, die Wirtschaft oder jegliches, das du erfährst und nicht leiden kannst – es liegt an dir, es zu heilen. Sie existieren nicht, außer als Projektionen deines Inneren. Das Problem liegt nicht bei den anderen, sondern bei dir, und um sie zu verändern, musst du dich verändern.

Ich weiß, dass dies schwierig zu begreifen, geschweige denn zu akzeptieren oder tatsächlich zu leben ist. Jemand anderen zu beschuldigen ist sehr viel leichter als totale Verantwortung, aber während ich mit Dr. Len sprach, begann ich zu erkennen, dass Heilung für ihn und in der Sicht des Ho’opono bedeutet, sich selbst zu lieben.

Wenn du dein Leben verbessern möchtest, musst du dein Leben heilen. Wenn du jemand anderen heilen möchtest, sogar einen geisteskranken Kriminellen, dann tust du es, indem du dich selbst heilst.

Ich fragte Dr. Len, wie er mit sich selbst arbeitete.
Was konkret tat er, wenn er die Unterlagen seiner Patienten durchsah?
Ich sagte die ganze Zeit über bloß: „Es tut mir leid“ und „Ich liebe dich“. Immer und immer wieder, erklärte er.

Ist das alles?    Das ist alles.

Es zeigt sich, dass dich selbst zu lieben der beste Weg ist, dich selbst zu verbessern, und indem du dich selbst besserst, besserst du die Welt.

Lassen Sie mich ein kleines Beispiel bringen, wie dies funktioniert: Eines Tages erhielt ich von jemandem ein Email, das mich ärgerte. In der Vergangenheit wäre ich so damit umgegangen, dass ich erforscht hätte, welche emotionalen Knöpfe es in mir gedrückt hatte, oder dass ich mit der Person, die die ärgerliche Botschaft gesandt hatte, argumentiert hätte.

Diesmal entschied ich Dr. Len’s Methode auszuprobieren. Ich begann, einfach im Geist die Worte „Es tut mir leid“ und „Ich liebe dich“ zu wiederholen. Ich sagte es zu niemand Bestimmtem. Ich rief damit einfach den Geist der Liebe an, in mir das zu heilen, was den äußeren Umstand erschaffen hatte.
Innerhalb einer Stunde erhielt ich ein Email von derselben Person. Er entschuldigte sich für seine vorherige Nachricht.

Man beachte, dass ich keine äußere Handlung gesetzt hatte, um diese Entschuldigung zu erhalten. Ich hatte nicht einmal zurück geschrieben. Stattdessen heilte ich durch die Worte „Ich liebe dich“, irgendwie das in mir, was ihn erschaffen hatte.

Später besuchte ich einen Ho’oponopono-Workshop bei Dr. Len. Er ist nun 70 Jahre alt, wird als großväterlicher Schamane gesehen und ist ziemlich eremitisch.

Er lobte mein Buch („Der Anziehungsfaktor“). Er sagte, wenn ich selbst mich verbessere, würde die Schwingung meines Buches auch steigen, und alle LeserInnen könnten dies auch fühlen. Kurz gesagt, wenn ich mich verbessere, werden auch meine LeserInnen sich verbessern.
Und was ist mit den Büchern, die bereits verkauft und irgendwo da draußen sind?, fragte ich.
Sie sind nicht da draußen, sagte er und brachte mich wieder einmal mit seiner mystischen Weisheit zum Staunen. Sie sind immer noch in dir. Es gibt kein „da draußen“. Es würde ein ganzes Buch brauchen, um diese fortgeschrittene Technik in der Tiefe, die sie verdient, zu erklären.

Für hier mag es genügen zu sagen, dass es für alles, was du in deinem Leben verändern möchtest, nur einen einzigen Platz gibt, wo du schauen musst: IN DIR. Wenn du schaust, tu es mit Liebe.

Die englische Version dieses Artikels wurde von Verena Sautner übersetzt: 
www.aionagaia.com

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Kommentare
Eigenverantwortung
Autor: Günter Peham am 2010-06-04 18:34:32

DANKE Sana, für diesen wundervollen Artikel. Dadurch wird wirklich sichtbar, mit welch schöpferischer Kraft wir ausgestattet sind und wenn wir das erkennen, mit welcher Verantwortung das verbunden ist, die noch weit über das aus unserem Verständnis entsprechende Maß an Eigenverantwortung hinausgeht.

Die besten Grüße

Günter


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Weg voller Überraschungen
Autor: Sana Brauner am 2010-06-07 22:23:27

Danke dir Günter für deinen Kommentar. Denke, dass sobald wir mehr von unseren beiden Gehirnhälften aktivieren und synchronisieren, wir erkennen werden mit welcher Quelle wir tatsächlich verbunden sind bzw. wer wir sind. Da wir mit allen und allem verbunden sind, gibt es hier noch einiges an Überraschungen, die uns auf diesem Weg erwarten.
Herzlichst

Sana


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Mein Leben
Autor: Gabi Antons am 2010-06-09 18:56:38

Liebe Sana,

der Artikel hat mich sehr angesprochen. Er zeigt einmal mehr ,das wir unser Leben selbst gestalten. Alles in meinem Leben ist von mir geschaffen und so kann auch nur ich es verändern .

Das es allerdings so einfach geht ,werde ich ausprobieren und berichten. Es gibt schon viele Methoden ,wie z.B. die Kinesiologie , Verhaltenmuster zu erkennen und zu ändern und ich sehe diese Methode als weitere Bereicherung in meinem Leben .Denn es gilt die Einfachheit zu entdecken und zu leben .

Danke

Gabi


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Dein Glaube hat dich geheilt.
Autor: Sana Brauner am 2010-06-09 22:25:58

Liebe Gabi,

bin überzeugt davon, dass wenn wir diese einfachen Wörter anwenden, es an unserem Glauben liegt wie schnell etwas sich realisiert - ganz nach dem Satz von Jesus: Dein Glaube hat dich geheilt.

Freue mich auf dein Berichten und wünsche dir viel Begeisterung beim Umsetzen.
Sana


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Faszination bei gleichzeitiger Weltbildveränderung
Autor: Stefan Zechner am 2011-12-06 02:08:17

Nach wie vor: erzählt bekommen und selbst gelesen - dennoch bleibt der Gedanken: wo war mein Weltbild bisher?

Der Gedankengang Verantwortung für sogar jene Dinge zu übernehmen, die - geglaubt - nicht im eigenen Wirkungsbereich stattfinden, ist - für mich persönlich doch - Weltbildverändernd. 

Und gleichzeitig nicht weit her geholt, denn, wenn man davon ausgeht, dass wir Eins sind ... und Kollektiv ... das muss noch nachwirken. 

Danke für's Teilen allemal!


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