Autor: Sana Brauner am 19. Nov 2009 Einherz wurde 2008 von engagierten MedizinstudentInnen gegründet und hat es sich zum Ziel gemacht, mehr Herzlichkeit in die Medizin zu bringen. Mit ihrem Anliegen berühren sie immer mehr Menschen. Mit zwei ausgebuchten Symposien, einer Vielzahl von Aktionen im Bereich Clowning und Hospiz sowie einer eigenen Vortragreihe auf der Medizinischen Universität Wien haben sie auf sich aufmerksam gemacht und leisten einen wertvollen Beitrag für einen Paradigmenwechsel in der Medizin.
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Wir selbst müssen die Veränderung sein, die wir in der Welt sehen wollen. (Mahatma Gandhi)
Diesen Ausspruch nahm sich ein kleiner Kreis engagierter MedizinstudentInnen zu Herzen und gründete Anfang 2008 EINHERZ- Gemeinschaft für Medizin mit Liebe. Ein Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, mehr Herzlichkeit in das Gesundheitswesen zu bringen. Anlass der Initiative waren ernüchternde Erfahrungen mit der praktizierenden Kollegenschaft, die im Zuge von Praktika und Famulaturen gemacht wurden.
Ganz nach dem Leitsatz von Paracelsus: „Der Arzneien höchste ist die Liebe.“
Umstände wie wenig Freude an der Arbeit, der Hochmut der Ärzte, die mangelnde Bereitschaft, auf Patienten einzugehen u.v.m. sind tatsächlich Gründe, die junge MedizinstudentInnen dazu bewegen, das Handtuch zu werfen. So erging es auch diesem Kreis von Studenten, der sich jedoch dazu entschieden hat, nicht aufzugeben, sondern etwas zu verändern. Seitdem arbeiten sie voller Zuversicht daran, ihre Vision von einer von Menschlichkeit durchdrungenen Medizin Wirklichkeit werden zu lassen. Und das mit Erfolg! Ganz nach dem Leitsatz von Paracelsus: „Der Arzneien höchste ist die Liebe.“
Seit der Gründung von EINHERZ hat sich viel ereignet.
Im Oktober 2008 fand das erste Symposium zum Thema „Medizin und Spiritualität Hand in Hand“ statt, das als Initialzündung betrachtet werden kann. Sämtliche Workshops und Vorträge waren ausgebucht und die dreitägige Veranstaltung mit insgesamt 255 Teilnehmern ein voller Erfolg. Und all das am geschichtsträchtigen Ort der Medizinischen Universität Wien. Selbst das positivste „Einherz“-Mitglied hatte nicht mit einem derart großen Andrang gerechnet. Unter die Vortragenden reihten sich u.a. Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz, Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeinchirurgie, AKH/Wien, Dr. Klaus-Dieter Platsch, Facharzt für Innere Medizin, Leiter des Zentrums Integrative Medizin, Deutschland, Univ.-Prof. Dr. Maximilian Gottschlich, Institut für Publizistik und Kommunikation Uni Wien, Univ.-Prof. Dr. Walter Tschugguel, Uniklinik für Frauenheilkunde, Wien.
Mit der darauf folgenden Vortragsreihe mit dem Thema „Arzt-Patient -Beziehung“ wurde das Feuer weiter getragen und der bestehende Lehrplan der Medizinischen Universität Wien erweitert. Es wurde ein Raum geschaffen, in dem jene Inhalte vermittelt werden können, die einer neuen Generation von Medizinern am Herzen liegen und im gängigen Curriculum kein Thema sind.
Außerdem wurden/werden eine Vielzahl von Aktionen im Bereich Clowning und Hospiz veranstaltet und an der Realisierung einer - noch imaginären - EINHERZ-Klinik gearbeitet.
Im Oktober 2009 ging das zweite EINHERZ-Symposium an der Medizinischen Universität Wien über die Bühne. Diesmal schmückte und färbte das Thema“ Medizin und (Heil)Kunst – Hand in Hand“ die altehrwürdigen Hörsäle. Ein Novum, war das innovative Zusammentreffen von Künstlern (u.a.:Folke Tegetthoff, Miguel Herz-Kestranek, „Fifi“ Pissecker), AKH-Professoren (u.a.: Rektor Prof. Wolfgang Schütz, Prof. Raimund Jakesz, Prof. Max Friedrich), der ehemaligen Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky, Kunsttherapeuten und einer Vielzahl von StudentInnen. Der Fokus lag auf der Vernetzung zwischen künstlerischem Schaffen, Krankheit und dem Heilprozess. Medizin wurde als Kunst und Kunst als Medizin erfahrbar gemacht. Im Hippokratischen Eid, den bis heute jeder angehende Arzt ablegt, heißt es ja „ Heilig und rein bewahre ich mein Leben und auch meine Kunst.“
Mit ihren Anliegen berührt EINHERZ immer mehr Menschen und ist für viele eine Art seelisch-geistige Heimat geworden, in der die Beziehung zwischen den Menschen im Vordergrund steht. So auch für Dr. Patch Adams, Begründer der weltweiten Clownbewegung, der vor kurzem sagte: „I love the EINHERZ- family“.
EINHERZ selber sieht sich vor allem als Einladung. Als Einladung für jeden, der an diesen Traum glaubt-ganz nach dem Leitmotiv: „You may say I´m a dreamer, but I´m not the only one.“(John Lennon)
Detaillierte Informationen, Inspirationen und Mut zum Mitmachen unter: www.einherz.at
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