Autor: Ulla Knoll am 09. Feb 2010 Das was wir an anderen nicht mögen, ist eine Spiegelung von uns selbst.
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Diversity ist eine vereinende Energie da sie uns erstens lehrt, wie wir unterscheiden zwischen Unterschiedlichkeiten, die eine Gefahr und denen die keine Gefahr sind. Zweitens lehrt sie uns wie wir Unterschiedlichkeiten kombinieren, um dann unsere schwierigsten Probleme zu lösen. Und drittens lehrt sie uns, wie wir Unterschiedlichkeiten dazu nutzen, die Zukunft zu erschaffen, die wir uns wünschen. Lassen Sie uns jede dieser Aussagen im nächsten Kapitel näher betrachten:
Haben Sie je beobachtet wie empört wir manchmal sind wenn wir über religiöse, politische oder kulturelle Unterschiede diskutieren? Es ist, als ob ein anderer Teil unserer Persönlichkeit die Kontrolle über unser Verhalten übernimmt. Dieser Teil sieht die andere Person oder, besser gesagt, die andere Sichtweise, als persönliche Bedrohung – wo eigentlich keine persönliche Bedrohung existiert. Manchmal wird sogar körperliche Aggression aktiviert.
Zu lernen, unterschiedliche Meinungen als nicht bedrohend anzusehen, erfordert eine Transformation der Programmierung unseres Denkens.
Diversity hilft uns, die Erkenntnisse zu finden, die die Quelle für reaktives Verhalten sind. Weiterhin bietet sie Richtlinien, effektive Wege zu entdecken, um solche Programmierungen permanent zu eliminieren; was ich später noch als „kleine Nettigkeiten“ (small acts of kindness) diskutieren werde.
Vor einigen Jahren erlebte ich, Bill, eine Seminar-Reihe, die mein Leben verändert hat. Wir, die 20 Teilnehmer, trafen uns an acht aufeinander folgenden Wochenenden. Das Ziel der Seminar-Reihe war es, einschränkende Barrieren zu unbegrenztem Erfolg zu beseitigen. Ganz besonders erinnere ich mich an das Wochenende an dem ich, aufgewachsen im Süden der USA, versuchte, meine Überzeugung bezüglich Rassenunterschieden aufzulösen. Meine anfänglichen Kommentare bezogen sich darauf, was weiße Menschen über mich, einen Afro-Amerikaner, dachten. Der Kursleiter gab dem Gespräch eine andere Richtung, indem er auf meine Einstellung mir gegenüber einging. Er gab zu bedenken, dass meine emotionale Reaktion auf rassistische Kommentare „möglicherweise“ infolge meiner rassistischen Programmierung auftraten; eine Programmierung, die ich bereits in sehr jungen Jahren angenommen hatte. Dies war ein „Moment der Wahrheit“. Ich konnte entweder seinen Einwand dementieren oder ein neues Territorium betreten. In der Sekunde, in der ich die Ablehnung losließ, fühlte ich eine überwältigende emotionale Befreiung, so, als ob ein Damm gebrochen war. Die Wahrheit meiner eigenen Programmierung, minderwertig zu sein, war klar ersichtlich. Die Auffassungen die ich dachte, dass andere sie über mich hatten, waren meine eigenen versteckten Wahrnehmungen. Letztendlich realisierte ich, wie sehr diese Wahrnehmungen meinen beruflichen Erfolg limitiert hatten.
Ich lernte, dass niemand die Macht hat, meine Emotionen oder Verhalten zu kontrollieren. Je mehr ich die Ansichten, die andere von mir haben, als deren Eigen-Reflektionen sah, desto freier fühlte ich mich, in der mir angenehmsten Art und Weise zu antworten wo rassistische Probleme – real oder imaginär – eine Rolle spielten. Mein „nugget of wisdom“ (Schätze der Weisheit) hieraus war:
„Das, was ich an Anderen nicht mag,
ist eine Spiegelung meiner selbst.“
- Unknown –
Am Ende der acht Wochenenden waren die Seminarteilnehmer Freunde fürs Leben. Noch heute unterstützen wir uns gegenseitig und fördern die Karrieren des Anderen. Am wichtigsten dabei war das Erlebnis, wie es sich anfühlt, so mit einer Gruppe verbunden zu sein, dass die Beziehung gleich einer großen Familie ist.
Wie oben bereits erwähnt, hilft Diversity uns dabei selbst limitierende Vorstellungen zu entdecken, konstruktiv zu konfrontieren und aufzulösen. Weiterhin lehrt sie uns, wie wir Unterschiede, die uns wirklich bedrohen, zu unterscheiden von Unterschieden, die eine Veränderung in unserer Einstellung verlangen. Die stärksten Lernerfahrungen bezüglich Veränderung ist der konstruktive Austausch mit jemandem, der andersartig ist. Solche Begegnungen resultieren meist immer in einer Veränderung der Wahrnehmung, die wir voneinander haben. Diese Veränderung der Einstellung bezeichnen wir als persönliche Transformation. Das normale Ergebnis von Transformation ist Einheit – lernen kompatibel miteinander zu leben und zu arbeiten, um unsere Lebensziele zu erreichen.
Unterschiede transformieren: von Problem in Gelegenheit
Wenn wir offen und aufnahmebereit sind und Eigeninitiative zeigen bei der Lösung eines Problems, setzt normalerweise ein Zwei-Stufen-Prozess ein.
1. Der erste Schritt ist ein Umdenken von Problem in Gelegenheit.
2. Der zweite Schritt ist ein Umdenken von Gelegenheit in Möglichkeit.
Wie wir auf ein Problem oder eine Gelegenheit reagieren ist unterschiedlich. In der Praxis ist das Lösen eines Problems ermüdend und raubt uns Energie, während dem das Brainstorming einer Gelegenheit aufregend und energetisierend wirkt. Normalerweise resultiert ein Brainstorming in einer mehr aussagekräftigen Lösung, was genauso aufregend und energetisierend wirkt, wenn es in die Praxis umgesetzt wird.
Vor einigen Jahren wurde unsere Consulting Firma, Innovations International, mit einem Auftragsrückgang konfrontiert. Einige von uns meinten, wir sollten einfach nur härter arbeiten, und andere meinten, wir sollten uns neu definieren. Unsere erste Reaktion auf dieses Dilemma war es, zu erkennen, dass wir ein Problem hatten. Die daraus resultierende Strategie war es, unser Marketing zu verbessern, mehr Akquise Anrufe zu tätigen und „harte“ Verkaufsstrategien anzuwenden, um diesen Trend umzukehren. Trotz all dieser Anstrengungen gingen die Verkaufszahlen weiter nach unten. Glücklicherweise entschlossen wir uns schnell dazu, unsere Situation in eine Gelegenheit „umzuwandeln“.
Als Erstes stellten wir uns vor, eine absolut neue Consulting Firma in unseren Fachgebieten zu sein. Das bedeutet, dass wir keinerlei Verbindung mehr dazu hatten, wie die Dinge in der Vergangenheit erledigt worden waren. Es bedeutete auch, dass wir frei waren, neue Programme und Präsentations-Formate zu testen und weniger die Notwendigkeit für unsere direkte Beteiligung sahen. Unsere Kunden wurden in höherem Maße einbezogen unseren Consulting-Service einzuführen. Dieser Ansatz gab uns die „Gelegenheit“ mehr Kunden zu bedienen, neue Programme zu entwerfen und mehr kreative Betrachtungsweisen in punkto Unterstützung organisatorischer Transformation zu aktivieren – was unsere Mission ist.
Dennoch waren Marketing und Verkauf immer noch ein entscheidender Teil unserer Maßnahme. Als wir unseren neuen Denkansatz einem erweiterten Kundenstamm vorstellten wurden Marketing und Verkauf einfacher. Marketing war mehr als nur etwas Neues anzubieten das unsere Kunden wollten und brauchten. Verkauf war deren Realisation des Wertes unseres neuen Angebotes und die anschließende Wahl zum Einkauf. Das Ergebnis war die außerordentlich erfolgreiche Reaktion unserer Kunden. Fazit: Der absolut beste Weg ein Problem, in dem Unterschiede eine Rolle spielen, zu lösen, ist es, das Problem umzuwandeln in eine Gelegenheit. Am allermeisten beeinflusste mich die Aussage von Johann Wolfgang Goethe, deutscher Dichter, der im 18. Jahrhundert lebte, der schrieb: „Wenn Du Dich zu etwas verpflichtest, vor allem in Zeiten einer Krise, werden Dir unvorhersehbare Quellen zu Hilfe kommen, die Du Dir nie hättest vorstellen können.“ Dieses Glaubens-Statement ist die Basis, die ich zur Lösung von Problemen, Herausforderungen oder sogar Krisen anwende.
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