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Die Indigokinder und die Methode von Maria Montessori

Die Augen der Indigoskinder sprechen für sich Autor: Cäcilia Brodesser am 10. Jun 2010
Viele der neuen Kinder haben die Fähigkeit, auf ein oder mehreren Gebieten besondere Leistungen zu erbringen. Schwer fallen ihnen meist, diese Begabungen auch wirklich in die Tat umzusetzen. Sie denken und erfassen ganzheitlich, also im Großen, nicht im Detail. Deshalb können sie schnell Vernetzungen herstellen, haben aber oft große Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken.

Schwer fallen ihnen meist, diese Begabungen auch wirklich in die Tat umzusetzen. Sie denken und erfassen ganzheitlich, also im Großen, nicht im Detail. Deshalb können sie schnell Vernetzungen herstellen, haben aber oft große Schwierigkeiten, ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema zu lenken. Deshalb zeigen sich gerade bei diesen neuen Kindern, die zwar hochbegabt, aber manchmal wenig praktisch veranlagt sind, große Mängel im derzeitigen Schulsystem. Abhilfe kann geschaffen werden, wenn man diese Kinder mit der Methode von Maria Montessori in Verbindung bringt. Durch das Hantieren mit den verschiedensten Materialien haben sie die Möglichkeit, aus einer Fülle von vorbereiteten Materialien, diejenigen auszusuchen, die ihren momentanen Entwicklungs- und Reifegrad entsprechen.

Größte Punkt der Konzentration ¬- Polarisation der Aufmerksamkeit

Mit dem Bearbeiten des Materials erreicht das Kind den größten Punkt der Konzentration, den Maria Montessori die Polarisation der Aufmerksamkeit nennt. Das Kind konzentriert sich so, dass es mit dem Gegenstand, den es im Visier hat, eins wird. Gerade die Hektik unserer Zeit bringt so viele zappelige, verhaltensauffällige Kinder hervor, die sich schwer auf eine Sache konzentrieren können. Da ist es eine große Freude, zuzusehen, wie so ein Sprössling, der ansonsten kaum zur Ruhe kommt, plötzlich so versunken in seine Arbeit ist, die er sich selbst ausgesucht hat, dass er nicht mitbekommt, was um ihn herum vorgeht.

Wie bekomme ich ein Kind zur Konzentration auf eine Aufgabe

Wie bekomme ich ein Kind, das hyperaktiv und unaufmerksam ist, so weit, dass es sich allein auf eine gestellte Aufgabe konzentrieren kann? Wichtig ist es, alle Reize, die ablenken können, auszuschalten, wie technische Geräte, andere Materialien, Spielzeug, etc. Zuerst könnte man einige Brain Gym Übungen oder EDU- Kinestetik, wie Überkreuzbewegungen, Augenachter, Denkmütze, machen, eventuell auch Dehnübungen bei geöffnetem Fenster und tief atmen dabei. Gemeinsam mit anderen macht es allen mehr Spaß und danach kann man freudig seine Arbeit beginnen.

Ausgleichen der rechten und linken Gehirnhälfte

Die Brain Gym-Übungen balancieren die rechte und linke Gehirnhälfte aus, die bei vielen Kindern nicht ausgeglichen sind.

Vorbereitete Umgebung - passende Material - Durchhaltevermögen

Wenn beide Gehirnhälften ausgeglichen sind, kann sich das Kind viel entspannter auf seine Arbeit einlassen. Durch eine gut vorbereitete Umgebung, wie es bei Maria Montessori oberstes Gebot ist, wird das Kind angeregt, sich ein passendes Material selbst auszusuchen und es auch zu Ende zu bringen. Sollte die Arbeit länger dauern als das Kind die Aufmerksamkeit dafür aufbringen kann, darf es die begonnene Handlung unterbrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt vollenden. Es lernt dabei, dass es wichtig ist, die Entscheidung zu treffen, das passende Material zu finden, Durchhaltevermögen zu zeigen und die Aufgabe zu Ende zu bringen. Außerdem gibt es bei vielen Materialien eine Selbstkontrolle. Damit kann das Kind überprüfen, ob es die Arbeit richtig erledigt hat. Die Eigenschaften, wie den Mut zu entwickeln, die Arbeit zu beginnen, die Disziplin aufzubringen das Material wieder an seinen bestimmten Platz zu stellen und die Freude über die gelungene Arbeit fördern den Selbstwert, die Eigenverantwortung und das Selbstvertrauen.

Wichtig ist auch die Unterstützung der Eltern zu Hause!

Wenn es im Kindergarten zu einem selbstbewussten, selbstverantwortlichen Handeln angehalten wird, wäre es empfehlenswert, diese Eigenschaften auch zu Hause bei ihnen zu fördern. Daher ist es wichtig, mit den KindergärtnerInnen und BetreuerInnen der Kinder immer wieder Kontakt aufzunehmen und sich beraten zu lassen, wie man nun auch zu Hause die Kinder zur selbständigen und eigenverantwortlichen Herangehensweise an die gestellten Aufgaben anleitet.
Sie können auch die Möglichkeit ausschöpfen, ein Buch auszuborgen oder selbst Materialien herzustellen.
Wenn ein Kind zu Hause gelernt hat, sich selbständig anzuziehen oder Spielsachen wieder wegzuräumen, dann hat es auch in der Kindergruppe keine Schwierigkeiten, diese Arbeiten allein zu erledigen. Deshalb gemeinsam mit KindergärtnerInnen und Betreuerinnen den Weg beschreiten.

Sehr wichtig nach Maria Montessori sind Bewegungs- und Ruhezeiten.

Kinder haben in diesem Alter noch nicht die Konzentration, sich mit einem Material lange zu beschäftigen, es schweift dann mit seinen Gedanken ab und wird auch manchmal aggressiv. Nun heißt es genau zu beobachten, ob das Kind eher Bewegung braucht, um sich zu regenerieren oder Ruhe. Die bewegungshungrigen Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich im Freien oder Turnsaal auszutoben und die ruhebedürftigen Kinder dürfen sich beim Anschauen eines Buches oder Hantieren mit einem ruhigen Spiel zurückziehen oder auch ausruhen. Wichtig ist auch hier wieder die Wahrnehmung, was das Kind gerade benötigt. Viele der neuen Kinder sind wahre Energiebündel, die oft nicht wissen, wie sie ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken können. Da braucht man ein gutes Einfühlungsvermögen, das Richtige herauszufinden.
Manche Kinder lieben die Natur, können auch Feen, Elfen und Zwerge sehen und unterhalten sich mit ihnen. Bitte nicht verbieten, sondern sie erzählen lassen und von ihnen lernen! Später, ca. ab 7 Jahren verlieren viele diese Fähigkeiten, auch oft, weil wir sie nicht verstehen können.

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