Atem ist Leben - Der Frühling auch
Der Atem
Der Atem ist ein Spiegel der Seele!
Erstaunliche Lebens- & Heilkräfte entfalten sich, wenn die Arbeit am Atem ganzheitlich orientiert in den Umgang mit dem körperlichen und seelischen Zustand einbezogen wird.
Der Frühling
OSTARA - die Frühlingskräfte begrüßen!
Das Wachsen und Sprießen beginnt von Neuem und wir können unsere Samen hegen
und pflegen. Das innere Wachstum will entdeckt und gewürdigt werden.
Alles hat seine Zeit
* Der Frühling steht für das Erwachen, den Aufbruch und für die Veränderung *
Das Symbol für den Frühling ist der Baum. Nach der Winterruhe schießt der Saft ins Holz, die Zweige sprießen und bald wird alles in voller Blüte stehen. Für viele Menschen ist dieser natürliche Auf-Bruch oft nicht so einfach: Der Winterspeck stört, die Frühjahrsmüdigkeit macht schwerfällig. Gleichzeitig wächst aber das Bedürfnis nach Bewegung, Licht, Entfaltung und Antrieb.
Im Frühling braucht die Knospe die gesamte Kraft, um ihre schützende, aber auch eng gewordene Umhüllung zu durchbrechen. Erst nach der Ausdehnung, dem Willen und der Fähigkeit die Schutz-Hülle zu durchbrechen, kommt die Entfaltung, zeigt sich das „neue Leben“. Dann erst eröffnet sich der Blick auf neue Möglichkeiten & Wachstum!
Die Welle des Seins
* Der Atem steht für die immer wiederkehrende Kraft des Lebens *
In allen Kulturen und zu allen Zeiten galt die Atmung als wichtigste Lebensfunktion - es ist ein uraltes Wissen, dass Seele und Atem verwandt sind. In der Bibel heißt Geist ruach, was aber auch mit Hauch oder Atem übersetzt wird. Ganz gleich verhält es sich im Lateinischen, wo anima Seele bedeutet und sich vom Griechischen anemos ableitet, was der Wind heißt. Auch die altgriechischen Begriffe pneuma und odem bedeuten zunächst einmal einfach „Atem oder Luft“, werden aber auch für „Geist und Seele“ verwendet.
Der Atem ist die Grundlage unseres Lebens und auch die direkte Verbindung zu unserer Seele und Persönlichkeit. Er ist das Symbol für unser Leben als „Form mit Geist“. Unser eigenständiges Leben als Form beginnt mit dem ersten Atemzug nach Durchtrennen der Nabelschnur und endet mit dem letzten Atemzug bei unserem Tod. Der Atem ist zuständig, das unsere Form am Leben ist, sich entfaltet und wieder loslässt – im ewigen Rhythmus der eigenen natürlichen Gezeiten & Rhythmen.
> Jeder von uns weiß, wie nachhaltig schädigend es ist „aus dem Rhythmus“ zu sein !
Die Atmung geschieht unwillkürlich = selbst-ständig, wird von unserem vegetativen Nervensystem gesteuert. Der Atem geschieht automatisch und ist daher den meisten Menschen unbewusst. Er kann aber auch willkürlich, d.h. bewusst gelenkt und kontrolliert werden. An sich ist aber die Kontrolle sichtlich völlig unnötig – im Gegenteil – sie führt dazu das der Atem-Fluß sich künstlich verändert –> und uns anzeigt wie sich die UR-Persönlichkeit auf Grund von inneren & äußeren Umständen mit den Jahren verändert hat….
Atem & Frühling
Der Atem ist im Frühling so interessant, da sich hier unsere volle Kraft entfalten muss, um eben aus der Winterruhe wieder in den Fluss der aufstrebenden Energie zu kommen. Die Frühjahrsmüdigkeit ist ein Zeichen dafür, das die Lebenskraft irgendwo in uns behindert ist – das eben der Atem/Fluß des Lebens irgendwie unterdrückt oder blockiert ist:
Der flache Atem
Die Lungenkapazität eines Erwachsenen umfasst etwas mehr als drei Liter, wovon normaler Weise nur 1/7el ausgeschöpft wird. Die meisten Menschen nehmen nur einen halben Liter Luft zu sich. Die Lungen bestehen aus drei Kammern oder Lappen
> Dem oberen, unteren und mittleren Lappen. Für gewöhnlich wird nur Letzterer beansprucht. Vielleicht haben Sie schon einmal in bestimmten Situationen Ihren Atem bewusst wahrgenommen. In Situationen, in denen wir sehr angespannt und gestresst sind, atmen wir für gewöhnlich flach und schnell. Anspannung und Stress führen zu einer eher flachen und schnellen Atmung im mittleren Brustbereich. Das bedeutet umgekehrt, dass flache und schnelle Atmung eine permanente Anspannung auslösen
> ein Teufelskreis der Anspannung entsteht. Diese schwächt nicht nur das Immunsystem sondern führt auch zu vielen anderen Krankheiten und Funktionsstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Weiters findet eine Einengung des persönlichen Ausdrucks statt
> Gefühle, Gedanken, die eigene Lebensvision etc. werden ähnlich „ver-halten“ wie der Atem selbst.
Atem & Psyche
Atem hat also eine eindeutige Wechselwirkung mit Gefühlen- und Gedanken-Qualität. Jedes Gefühl hat ein bestimmtes Atemmuster. Angst z.B. lässt uns die Luft anhalten. Wut lässt den Atem zu einem heftigen Schnauben werden. Und eine schöne Landschaft, der Duft einer Blume oder der Gesang der Vögel nehmen wir mit unserem vollen und tiefen Atem in uns auf. Verneinen wir bestimmte Gefühls-Muster, dann verneinen wir unseren Atem & Lebensfluss!
Atem & die ursprüngliche Lebensenergie
Die bisher dargestellten Gründe sind ja schon ausreichend, um die Bedeutung des Atems zu erkennen. Aber sowohl aus spiritueller als auch aus körperpsychologischer Sicht kommt noch ein anderer grundlegender Aspekt hinzu: Wir gehen davon aus, dass wir nicht nur Luft einatmen, sondern auch Lebensenergie bzw. das diese durch den Atem durch den Körper gelenkt wird. Natürlich hat eine Verringerung auch hier nachhaltige
Gesund Atmen bringt unsere Säfte & Kräfte zum Fließen
* Lassen wir den Frühling herein *
Um das gesamte Potential der physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Fähigkeiten auszuschöpfen, muß man lernen den künstlichen Einfluss auf deinen Atem wahr zu nehmen bzw. dadurch die Kontrolle auf deinen Atem wieder loszulassen!
- Der Atem, der uns durch das Leben begleitet, ist unser ureigener Atem. Niemand atmet gleich wie wir selbst. Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Atem, es gibt nur unseren persönlichen Atem, der geprägt ist von unseren Erlebnissen und Gefühlen.
- Geraten wir aus dem Gleichgewicht und nehmen Schmerz (seelischer wie auch körperlicher) und weitere Belastungen zu großen Raum in unserem Leben ein, wird unser Atem so stark beeinflusst, dass Verspannungen und Blockaden eintreten.
- In der Atem-Bewusstheit geht es darum, unsere Selbstwahrnehmung zu schulen und zu unserem ureigenen, unverfälschten Atem zurückzufinden:…fördert die eigene Atemkraft, das Körper- und Empfindungsbewusstsein, die körpereigenen Abwehrkräfte (Immunsystem) und mobilisiert die Selbstheilungskraft.
- ... harmonisiert die Muskelspannung. Sie wird bei depressiv veranlagten Personen erhöht, bei stark angespannten Personen (Stress) gesenkt.
- …unterstützt den Heilungsprozess nach Krankheiten & Operationen (Rehabilitation).
- …wirkt präventiv gegen Krankheiten und Unwohlsein sowie ausgleichend auf das vegetative Nervensystem.
Die kleine Atem-Anregung für den Alltag
* Atem-Bewusstheit ° Loslassen von Atem & Muskel-Spannungen *
- * Sitzen Sie so aufrecht wie es Ihnen entspannt möglich ist – beginnen Sie nun einfach den selbständigen Fluß Ihres Atems zu beobachten. Tun Sie mal gaaar nichts – und beobachten Sie wie leicht oder schwer ihnen das fällt. Daran können sie erst einmal ersehen, wie leicht es Ihnen fällt loszulassen, Vertrauen in den Fluss des Lebens in ihnen zu haben – oder nicht…
> geben Sie sich dafür ruhig ein paar Minuten Zeit!
- * Dann beginnen Sie beim Ausatmen den Mund leicht zu öffnen und den Ausatem-Strom ohne Ihr Zutun durch den Mund ausströmen zu lassen > die Mundatmung ermöglicht nachhaltige Tiefen-Entspannung. Dann legen Sie beim Einatmen die Zungenspitze an den oberen Gaumen hinter den Schneidezähnen und lassen diese Haltung beim Ausatmen wieder los > dadurch aktiviert sich der kleine Kreislauf der Meridiane (Shiatsu/TCM)
> geben Sie sich auch dafür ruhig ein paar Minuten Zeit!
- Ein wesentlicher Grund warum der Atem flach ist, ist die Muskelanspannung in Hals- & Brustbereich bzw. Zwerchfell. Hier gibt es eine sehr einfache, aber hocheffiziente Übung zur Abhilfe
> „das Zunge rausstrecken“ (Kinder machen das nicht umsonst – sie erleichtern sich dabei von innerem Druck!). Finden Sie in ihrem Mund erstmal den sog. Zungengrund - da wo die Zunge angewachsen ist. Dann beginnen Sie beim Ausatmen die Zunge leicht zu strecken – sanft!!! Spüren Sie der sanften Dehnung am Zungengrund nach, die dabei als leichtes Ziehen zu spüren ist. Regelmaß ist: Sie machen es richtig, wenn der Atem ruhig bleibt oder sich vertieft. Wird er flach, dann machen Sie zuviel!!
- Mit der Zeit wird es, wie bei jeder Dehnung, einen immer größeren Bewegungs-Radius geben und der Atemraum wird sich, langsam aber nachhaltig, bis zum Beckenboden hinunter und bis zu den Lungenspitzen in die Schultern hinauf ausdehnen.
- Zum Abschluss sitzen Sie wieder wie bei Punkt 1 – in Ruhe – und beobachten wie Ihr Atem jetzt fließt
> Sie sind jetzt in-spirierter als zuvor - ganz sicher!
Wenn Sie dabei herzhaft zu gähnen beginnen, zu niesen, husten, die Augen tränen usw.
> dann machen Sie alles richtig
> dann entspannt sich der Körper, die Atmung, ihre Persönlichkeit
> die Lebensenergie aus der wir bestehen beginnt sich auszudehnen und Raum zu greifen.
Die Lebenssäfte & der Atem
kommen wieder in ihren ursprünglichen Fluss
> und der Frühling kann kommen <
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