Autor: Sky Carver am 28. Mär 2009 Trotz und auch wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise schaffen es Diskonter wie Hofer und Lidl kontinuierlich ihre Umsätze zu steigern. KonsumentInnen entscheiden sich in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs zunehmend für Diskonter. NäherInnen stehen unter enormen Druck Hungerlöhne und exzessive Überstunden zu akzeptieren. So das Ergebnis des von der Clean Clothes Kampagne veröffentlichten Berichts: Cashing In
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Ein genauerer Blick auf die Diskonter Handel: “Cashing in”, der aktuelle Bericht der Clean Clothes Kampagne, untersucht fünf der weltgrößten Diskonter und deren Einfluss auf Arbeitsbedingungen in der globalen Bekleidungsindustrie. Er zeichnet ein schockierendes Bild von Armutslöhnen, exzessiven Arbeitsstunden und miserablen Bedingungen, die von der stetig ansteigenden Nachfrage nach niedrigeren Preisen angetrieben werden.
Das Problem der Gelegenheitsarbeit: Prekäre Beschäftigung ist ein wachsendes Phänomen, das für die ArbeiterInnen weniger Lohn, miserable Arbeitsbedingungen, keine Arbeitsplatzsicherheit und keine Chance eine Gewerkschaft zu gründen bedeutet.
Frauen leiden unverhältnismäßig mehr: Indische Bekleidungsfabriken liefern an die großen Diskonter. Frauen sind am meisten gefährdet und leiden am öftesten unter der Missachtung der Arbeitsrechte. Oft sind Frauen mit der dreifachen Last konfrontiert, Ernährerinnen, Hausfrauen und Mutter zugleich zu sein.
Lange nachdem eine Diskonter-Filiale schließt, sind die ArbeiterInnen, die die Kleidungsstücke herstellen, noch damit beschäftigt über die Runden zu kommen. In einer solchen Fabrik, die als Zulieferer für Lidl, Walmart und Carrefour auftritt, wird von den ArbeiterInnen erwartete, dass sie von 8 bis 22 Uhr arbeiten, und das sieben Tage die Woche, das ganze Jahr hindurch.
Savin Phal, eine Arbeiterin aus der philippinischen Bekleidungsindustrie findet bei ihrem ersten Ausflug zu Walmart das T-Shirt, das in ihrer Fabrik hergestellt wird und stellt fest, dass ihr Lohn im Vergleich mit dem Preis, für den Walmart es verkauft, sehr niedrig ist.
Schlechte Arbeitbedingungen: In einer philippinischen Fabrik, die als Zulieferer für Walmart agiert, wurde ein Schild aufgestellt, das darauf hinweist, dass es niemandem erlaubt sei, während der Arbeitsstunden Wasser zu trinken. Arbeitsrechtsverletzungen sind in der Zulieferkette eines beliebigen Einzelhandelskonzerns, in der die meisten ArbeiterInnen Angst vor dem Beitritt zu einer Gewerkschaft haben, nicht unüblich.
Aldi Zulieferer
Die Hauptlast tragen: Große Einzelhandelsketten nutzen ihre enorme Größe aus, um mit ihren Zulieferern die niedrigsten Preise aus zu verhandeln. Diese Einkaufspraktiken stehen oft im Widerspruch zu verantwortungsvollen Geschäftspraktiken, insofern als die ArbeiterInnen die Hauptlast des zunehmenden Zeit- und Kostendrucks tragen.
TextilarbeiterInnen liefern an Aldi
Frauen leiden unverhältnismäßig mehr: Die südchinesische Aldi-Zulieferfabrik Quanxin Knitting. Frauen sind am meisten gefährdet und leiden am öftesten unter Missbrauch der Arbeitsrechte. Oft sind Frauen mit der dreifachen Last konfrontiert, Ernährerinnen, Hausfrauen und Mutter zugleich zu sein.
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